Fair Fashion Talk

Fair Fashion Talk

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Mir war es halt von Anfang an wichtig, eine Kollektion zu machen die für Menschen mit und ohne Behinderung ist.

00:00:06: Weil das finde ich eigentlich den größten Knackpunkt in dieser Szene oder generell in unserem ganzen System.

00:00:11: Menschen mit Behinderungen sind gefühlt eine Gruppe Mensch und dann gibt es die Menschen ohne Behnderungen wieder plötzlich ne Gruppe mensch!

00:00:17: Und ich persönlich finde das halt nicht schön weil wir sind eine Gemeinschaft und das ist komplett egal was uns unterscheidet.

00:00:24: Wir gehören zusammen müssen alle an einem Strang ziehen.

00:00:37: Herzlich willkommen bei Fair Fashion Talk, dem Podcast der sich nicht nur mit nachhaltiger Mode und der Zukunft der Modellindustrie beschäftigt sondern auch spannende Themen rund um andere Nachhaltigprodukte und Innovation beleuchtet die unsere Welt ein Stück besser machen.

00:00:51: Ich bin Sabine Pausen dein Host und seit Zwanzig-Einundzwanzig lade ich dich ein mit mir auf eine Reise zu mehr Bewusstsein und Verantwortung zu gehen.

00:00:59: In diesem Podcast sprechen wir unter anderem über die Herausforderungen, Entwicklungen und Chancen im Modebranche, stellen inspirierende Projekte vor und zeigen wie wir durch bewusste Kaufentscheidung einen Unterschied machen können.

00:01:10: Ganz gleich ob du gerade erst in das Thema einsteigst oder schon ein echter Profi bist!

00:01:15: Hier gibt es interessante Einblicke und neue Perspektiven.

00:01:18: Freude dich auf intensive Gespräche mit Expertinnen und faszinierenden Geschichten und lass uns gemeinsam einen Blick auf die Mode von morgen werfen – fair?

00:01:27: Nachhaltiger?

00:01:28: und verantwortungsbewusster.

00:01:30: Mein Ziel ist es dich zu inspirieren, zu motivieren und die wertvolle Impulse zu geben.

00:01:35: Willkommen zu einer neuen Folge!

00:01:37: Einer Folge wie vielleicht ein bisschen mehr bewegtert sonst?

00:01:40: Denn heute geht es um etwas das uns alle betrifft – um Selbstwertgefühl und um die Frage, wie wir eigentlich auf andere Menschen schauen.

00:01:47: Mit welcher Brinde gehen wir durch die Welt und wem übersehen wir dabei vielleicht jeden Tag?

00:01:52: Zu Gast ist heute klär kommen Gründerin eines inklusiven Mode Labels und Inklusionstrainerinnen.

00:01:58: Claire nutzte Mode nicht einfach als Stilmittel, sondern als Sprache – als Werkzeug um sichtbar zu machen was in unserer Gesellschaft oft unsichtbar bleibt und damit Emotionen auszulösen die zum Nachdenken im Regen.

00:02:10: Wir sprechen darüber warum so viele Unternehmen von Inklusion reden sie aber selten wirklich leben.

00:02:16: Über Social Washing fehlende Authentizität Und darüber, warum echte Inklusion nicht in Hochglanzkampagnen entsteht sondern täglichen Miteinander.

00:02:25: Es geht um Menschen mit und ohne Behinderung – um barrierefreie Räume, nicht nur physisch, sondern auch im Kopf!

00:02:31: Um Berührungsängste die häufig aus Unsicherheit entstehen und darum, warum genau hier Wissen den Unterschied macht Denn wie Claire sagt Nicht die Angst ist das Problem Sondern das fehlende Wissen.

00:02:43: Wir schauen auf einen Arbeitsmarkt, der viele Menschen noch immer nicht zieht und stellen eine einfache aber kraftvolle Frage.

00:02:49: Was würde passieren wenn wir anfangen einander einfach als Menschen zu begegnen?

00:02:53: Ohne Schubladen ohne Angst!

00:02:55: Diese Folge lehte ich allen deinem Blick zu öffnen Mensch mit einer menschlichen Brille zu sehen wirklich hinzuschauen.

00:03:02: Und ja wir sprechen auch über Mode Aber anders als du vielleicht denkst Über Adaptive vs.

00:03:07: inklusive Mode, über Kleidung die nicht nur passt sondern Teilhabe ermöglicht!

00:03:11: Über Mode die Selbstwertgefühl stärkt wenn sie endlich eine mitdenkt.

00:03:15: Es geht um Sichtbarkeit und echte Begegnungen und darum warum du keine Angst haben musst auf Menschen zuzugehen Sondern vielleicht einfach nur den ersten Schritt.

00:03:24: Viel Spaß mit dieser Folge.

00:03:27: Hallo Claire, herzlich willkommen zu meinem Podcast for Fashion Talk.

00:03:29: Schön, dass du da bist!

00:03:31: Hallo liebe Servine, vielen lieben Dank, dass ich da sein darf.

00:03:34: Deswegen bin ich

00:03:35: gespannt was für Fragen kommen.

00:03:37: Ja das kannst du auch aber erst mal stellst du dich am besten vor und erzählst ein bisschen was du machst vorher du kommst.

00:03:44: und ja genau deswegen du vielleicht auch hier bist.

00:03:47: Ja klar, sehr gerne.

00:03:48: Also mein Name ist Claire, genauer gesagt Claire Comont.

00:03:51: Ich habe ein eigenes Modellabel gegründet.

00:03:53: das ist circa vier Jahre her bin ich sogar ein bisschen länger und mache inklusive Mode was jetzt nicht gerade so das typisch ist vor allem nicht in Deutschland.

00:04:03: Das ist halt auf jeden Fall ein Thema über das ich ganz viel spreche Genau, bin nebenbei noch ganz viel anderes.

00:04:11: Habt noch ganz viele andere Sachen zu tun aber bin so ein Tausend Sasser und liebe es einfach irgendwie ganz viel zu tun haben um neue Sachen zu entdecken und bin neugierig.

00:04:22: Das hört sich gut an.

00:04:23: und Inklusionsmode oder inklusive Mode das ist ja wirklich ein richtiges Nischen Thema würde ich jetzt aus meiner Perspektive sagen wie bist du denn da damals zugekommen dass du dich dafür entschieden hast dich damit selbstständig zu machen?

00:04:37: Also tatsächlich bin ich da nur reingerutscht, das war nie der Plan.

00:04:41: Ich hab ja Design studiert und habe da schon gemerkt, ich will nicht nur schöne Kollektionen machen sondern ich will Kollektionen machen die über Themen aufklären und habe dann dementsprechend immer sehr provokante Themen genommen.

00:04:56: Hab diese sozusagen in Textilform umgesetzt, hab Lösungswege aufgezeigt und das wollte ich auch in meiner Selbstständigkeit machen.

00:05:05: Und dann saß ich so da und dachte mir, oh Gott, hab das gegründet.

00:05:08: Ich muss mich mal anfangen, dass wir ein Thema

00:05:10: finden.".

00:05:11: Dann durch eine Meldungseiligke bin ich aufs Thema aufmerksam geworden und habe gemerkt, damit habe ich mich noch nie befasst.

00:05:19: Irgendwie fand es tatsächlich selber blöd, dass ich als sehr sozialer Mensch das Thema Behinderungen überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

00:05:28: Inklusion bedeutet ja nicht gleich Behinderung aber ... Dieses Thema Menschen mit Behinderung ist halt sehr stark in den Vordergrund gerückt.

00:05:35: Und dann habe ich noch am selben Tag gesagt, okay, jetzt schreibe ich mal Vereine an und das hab' ich auch gemacht!

00:05:40: Und dann links los?

00:05:42: Die sind auf dich wieder zurückgekommen und haben gesagt, wir unterstützen dich dabei weil genau du musst ja Kontakte dazu haben, weil du ja selber das gar nicht so sag ich mal... aus dem rein Kopf denken, dir vorstellen kannst wie muss jetzt irgendwie was sitzen damit es halt bequem ist wenn ich jetzt jemand denke der halt im Rollstuhl sitzt oder so und ganz kurz zwischen Zwischenkommentaren noch.

00:06:09: Mir ist nämlich tatsächlich dann eingefallen, als ich mich mit deiner Marke dann auch beschäftigt habe.

00:06:14: Als ich damals nach Hamburg gekommen bin, da hab' ich auch tatsächlich damals jemanden kennengelernt, die halt auch Mode für Rollstuhlfahrer entwickelt hat.

00:06:23: Das hatte sich die ganzen Jahre irgendwie vergessen gehabt und das fand ich damals schon total spannend.

00:06:29: Aber krass wie es... Ich mein', ich bin seit ... Und jetzt begegne ich dem erst wieder.

00:06:35: Also über dreißig Jahre ist das jetzt her und tatsächlich die meisten, ja natürlich mal so die meisten Designerinnen beschäftigen sich halt wirklich mit einfacheren Sachen als was du dir jetzt ausgesucht

00:06:51: hast denke ich.

00:06:53: Ja ganz klar!

00:06:56: Gehen wir doch gleich einfach mal in die Entwicklung rein.

00:06:59: Was muss man denn da so Richtung?

00:07:01: Schnitte und Qualitäten, Materialien ganz besonders berücksichtigen?

00:07:06: oder was hast du gelernt, worauf du echt achten

00:07:08: musst?".

00:07:10: Ja das ist natürlich eine Antwort oder Frage, die gar nicht immer so einfach ist zu beantworten weil jeder Mensch es anders.

00:07:18: In der Mode geht's darum standardmäßig Bekleidung herzustellen.

00:07:23: Körper sind aber super individuell unabhängig davon, ob man eine Behinderung hat oder nicht.

00:07:29: Ist das einfach ein großes Problem in meiner Meinung nach und der Industrie?

00:07:32: Aber wie soll es einen anderen machen?

00:07:34: Also ist ja natürlich den Ausruf.

00:07:36: Wie könnte man das ändern?

00:07:37: Geht glaube ich in so großen deckenflächenden Elemente gar nicht.

00:07:42: Deswegen hast du selber auch schon angesprochen Ich brauche Menschen die mir sagen was sind die Probleme?

00:07:48: weil ich selber habe keine Behinderungen.

00:07:50: Ich kann selber nicht sagen wie es ist im ganzen Tag im Rollstuhl zu sitzen.

00:07:53: Natürlich Wenn man darüber spricht und zuhört, denkt man, das hätte ich mir auch denken können.

00:07:59: Weil wenn wir den ganzen Tag sitzen, das bemerken wir vielleicht auch, wenn wir im Büro sitzen keine Muskulatur bewegt sich Wir stehen kaum auf Und dann fängt es an dass es kalt wird.

00:08:08: Es wird kühl in der Gegend unter im unteren Rücken zum Beispiel.

00:08:13: die Beine werden kühl.

00:08:14: Das schneidet auch teilweise zb Jeans ein.

00:08:17: diese eng sitzen vorne im Beckenbereich, aber auch bei den Knien.

00:08:22: Also eigentlich Sachen die man bei sich selber beobachten könnte passieren nur fallen sie uns halt nicht auf weil wir uns dann halb eine Stunde später wieder hinstellen und uns gar nicht auffälligen Menschen die dauerhaft wissen.

00:08:35: Da kann es richtige Probleme machen bis hin zu einem Blutstau dass die wirklich da richtige Schwere Probleme auch davon tragen können und teilweise auch im Krankenhaus landen.

00:08:46: Es ist auch schon ein Bekannter passiert, dass er wie so einen... Kleinen Mini-Pickel in der Kniekehle hatte und die sich so entzündet hat, weil er sich natürlich nicht bewegt auf Rollstuhl.

00:08:56: und dann der Scheiß war jetzt noch warm bei im Sommer.

00:08:59: Dann hat sich das entzünde, dann ist es in die Blutbahnen gelaufen und plötzlich lag er im Krankenhaus mit Blutvergift und wegen dem kleinen Minipickel oder so eine Art Schürfwunde was auch immer hinten in der Kniekähle.

00:09:09: also Sachen die schon super extrem sind, über die man sich eigentlich gar keine Gedanken macht Geschichten, die man nicht bekommt wenn man mit den Menschen spricht.

00:09:18: Das sind ja natürlich teilweise auch Extremfälle.

00:09:20: Deswegen würde ich grundsätzlich sagen bei Schnitt und bei Textilien ist es mir halt persönlich wichtig dass es weiche Textilieren sind das sie dehnbar sind.

00:09:32: Das heißt aber nicht so dehn war das dann ausbohlen wie wir das zum Beispiel bei Jogginghosen oder so kennen sondern dass die Faser halt mitwirkt.

00:09:39: dadurch ist z.B.

00:09:40: strik ein ganz tolles Produkt Und halt auch das Thema Temperatureausgleich ist meiner Meinung nach ziemlich wichtig.

00:09:47: eben, wie gerade eben gesagt man sitzt.

00:09:49: Man kühlt schneller aus aber gleichzeitig wenn man jetzt zum Beispiel eine Spastik hat oder sonst irgendwelche Themen dazu kommen fängt es halt an dass man schneller schwitzt.

00:09:58: dadurch muss diese Regulierung halt ein bisschen besser stattfinden.

00:10:02: Deswegen sind wir da vielleicht auch teilweise so ein bisschen bei der Active Wear in die Richtung, also dass man da auch mal neue Materialien mit einbindet.

00:10:09: Es ist eine Luftsituation dabei.

00:10:12: bei den Stücken kommt es glaube ich immer auf die Zielgruppe drauf an.

00:10:15: Also Rollstuhl klar natürlich Hosen das ist ein ganz krasses Thema.

00:10:21: Da muss wirklich gefühlt alles bearbeitet werden.

00:10:24: Der Hosenbund oben vorne in der vorderen Körperhälfte halt nicht hoch sein, weil es uns einschneidet in den Bauch.

00:10:32: Muss hinten aber über die Nieren gehen, dass man nicht auskühlt und das halt nicht irgendwie ständig runterrutscht.

00:10:38: Es dürfen nicht zu viele Fallen eignet zum Beispiel im Kniekehren entstehen.

00:10:43: Gibt's natürlich auch Räumfahrer, denen ist komplett egal.

00:10:46: Die gehen einfach in irgendeinen Laden und kaufen sich eine Hose und die stört das nicht.

00:10:50: Deswegen... Das ist auch glaube ich für den Modemark oder die Industrie gar nicht so einfach zu händeln, weil es Leute gibt, die sich arrangiert haben.

00:10:57: Die brauchen gar nichts Besonderes.

00:10:59: und dann gibt es halt Körper, die brauchen was Besondereres.

00:11:02: aber da kommen dann so viele Extremfälle mit dazu wie zum Beispiel Kleinwuchs, Rollstuhl, künstlicher Damausgang Und dann hat man natürlich einen Haufen an Dingen, die dazukommen und das kann nur eine Maßanfertigung sein.

00:11:14: Also ich glaube diese Spanne für dieses Zielgruppe ist halt gar nicht sehr einfach.

00:11:20: Ja, das stimmt Und wahrscheinlich manche wissen es dann vielleicht auch gar nicht, dass es vielleicht da extra was gibt für ihre Bedürfnisse.

00:11:29: Dann wird die Jogginghose einfach gekauft oder so und gar nicht weiter geschaut.

00:11:35: Das ist tatsächlich wieder eine Art von Kommunikation, die man einfach da wieder betreiben muss.

00:11:41: Du sagst ja auch ein bisschen, du könntest damit dazu, dass deine Mode oder die Mode auch etwas tragbare Aufklärung darstellt.

00:11:52: Leuten ohne Behinderung gegenüber, damit man da halt auch einfach mal verdeutlichen kann.

00:11:59: Was für Problematiken mit normaler Kleidung vielleicht dahinter verbirgt?

00:12:05: Was man so offensichtlich erstmal gar nicht sieht wie du halt sagst.

00:12:08: Okay, feilt in der Knie.

00:12:10: Kehl habe ich auch gleich gesagt ja, wie kriegt man die denn aber dann daraus?

00:12:13: Also das sind so Kleinigkeiten und Wir können halt einfach aufstehen und dann ist erstmal wieder irgendwie alles so an Ort und Stelle.

00:12:22: Aber Mensch mit Behinderung hat die Problematik, dass er sich da irgendwie dann arrangieren muss.

00:12:28: Und irgendwie ist das auch nicht schön, sich irgendwie zu arrangierend mit der Kleidung.

00:12:33: Also wie siehst du das?

00:12:35: Mit der tragbaren Aufklärung würdest du das auch so bewusst

00:12:40: nutzen,

00:12:41: dass du sagst okay also meine Kleidung ist halt auch deine Kleidungen die du in wirfst.

00:12:48: Ist halt auch so gedacht, dass man dadurch mehr Sichtbarkeit einfach für das Thema schaffen kann.

00:12:59: Mir war es halt von Anfang an wichtig, eine Kollektion zu machen die für Menschen mit und ohne Behinderung ist.

00:13:05: Weil das finde ich eigentlich den größten Knackpunkt in dieser Szene oder generell in unserem ganzen System.

00:13:10: Menschen mit Behinderungen sind gefühlt eine Gruppe Mensch Und dann gibt es die Menschen ohne Behnderungen wieder plötzlich ne Gruppe mensch.

00:13:16: und Ich persönlich finde dass halt nicht schön weil wir sind eine Gemeinschaft und das ist komplett egal was uns unterscheidet.

00:13:23: Wir gehören zusammen müssten alle an einem Strang ziehen und deswegen sind meine Schnitte nicht ganz so extrem abgewandelt, wie zum Beispiel nur für Rollenfahrer.

00:13:33: Weil ich halt eben auch will dass eine Person die laufen kann meinen Kleid trägt und mein Hoodie trägt Und halt eben nicht nur die Personen im Rollschuh oder die mit der Prothese oder die neurodivergente Person was auch immer.

00:13:47: Das ist glaube ich auch ein großer Punkt was du angesprochen hast mit der Kommunikation.

00:13:50: das ist halt wenn man das Wort Behinderung in den Mund nimmt dann Schrecken immer alle zu üben.

00:13:55: Oh, das betrifft mich ja nicht!

00:13:56: Also das ist glaube ich auch für mich die größte Herausforderung als Unternehmerin dass die Leute mich nicht gleich abstempeln.

00:14:02: deswegen sei ich inklusive Mode und sage halt die Schnitte und Stoffe sind abgeändert, dass mehr Menschen Vorteile daraus ziehen.

00:14:08: Das mache ich erstmal so ein bisschen schwammig.

00:14:10: Und dann fange ich an zu erzählen, dass meine Sachen eben Prozent Menschen mit und ohne Hindernung im Inklusionsbetrieb bestellt werden.

00:14:17: Das heißt, die Menschen arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt und sind nicht in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, wo sie halt von irgendwie Sozialabgaben oder sozial Hilfen leben.

00:14:29: sondern halt wirklich sich in Gehalt verdienen.

00:14:32: Und für sicher und wichtig angestellt sind, was meiner Meinung nach auch das Nummer darum geht, denen zu zeigen, dass du tust die Leistung, die du bringst hat einen Mehrwert für mich und meine Kunden und du verdienstes Geld damit zu verdienen!

00:14:46: Es geht dann viel um Mehrwert.

00:14:47: und das ist der zweite Punkt, der mir bei der Frage oder Aussage, die Du gerade gestellt hast kommt, dass ich Kunden habe, schon irgendwie seit dreißig Jahren Kompromisse eingehen mussten.

00:15:01: Und eine Kundin, die mittlerweile auch noch gute Freundin ist, hat mich auf einer Messe entdeckt und ist dann zu mir in den Laden gekommen und hatte ein Hoodie-Kleid von mir angezogen eben aus einem gestrickten Bioanwaltstoff.

00:15:13: Dann hat sie angefangen zu weinen als er sich im Spiegel gesehen hat weil sie sich zum allerersten Mal schön fand Und sie hat halt in Anführungszeichen nur eine Skoliose, dass ihre Wirbelsäule so ne Art S-Form hat und alles hat sich immer hinten im Rücken verzogen.

00:15:29: Sie hat sich schief und chat gefühlt vor allem auch nach einer Operation die dazukam.

00:15:34: In diesem Kleid war das nicht sichtbar und sie war plötzlich einfach nur die Person und nicht die Behinderung.

00:15:41: Ich glaube Mode kann halt so viel leisten und eben genau dann das Selbstwertgefühl einfach pushen damit der Mensch wieder wie ein Mensch fühlt und nicht wie eine Grangruppe, die leider an vielen Fällen dann auch übersehen wird.

00:15:59: Das ist ne ganz tolle Geschichte.

00:16:00: ja und ich glaube das gibt auch so viel dir dann zurück wenn du halt wirklich sehen kannst was du bei einem Menschen nur einen Kleidungsstück verändern kannst aber weil du dir halt Gedanken darüber gemacht hast was dieses Kleidungstück einfach bewirken oder wie es halt helfen kann.

00:16:20: Das ist für mich eine super tolle Geschichte.

00:16:22: Da hast du wahrscheinlich noch viel mehr solcher Geschichten irgendwie, das kann ich mir gut vorstellen dass halt wirklich die Menschen dann auch dankbar sind, dass da jemand mal endlich gekommen ist und sich Gedanken gemacht hat okay wie kann man das jetzt irgendwie besser gestalten oder anders gestalten?

00:16:40: Dass es einfach auch für Menschen mit Behinderung halt komfortabel ist und gut aussieht und nicht nur einfach genau alle Jogginghose ist irgendwie oder so Ja, super schön.

00:16:50: Aber

00:16:51: wenn du sagst, du hast halt Bekleidungsstücke, die sowohl für Menschen ohne Behinderung als auch mit Behinderungen geeignet sind?

00:16:58: Was musst du da bei dem Designprozess oder bei der Produktentwicklung berücksichtigen?

00:17:05: Also tatsächlich beim Klarschen dieser Prozesse... sucht man sich Inspiration, gestaltet macht ein Musterteil, guckt sich das noch mal an verändert vielleicht ein paar Verarbeitungsdetails und lässt es natürlich produzieren.

00:17:22: Bei mir funktioniert es gar nicht.

00:17:24: Also meine Produkte werden halt von Probandengruppe aus fünfzehn Personen getestet, die halt eben aus Menschen mit den unterschiedlichsten Binderungen aber auch aus Menschen ohne Behinderung besteht.

00:17:33: Meine Mutter ist zum Beispiel die, die immer alles in die Hand gedrückt bekommt da probier mal und lasse das mal irgendwie hundertmal waschen oder so umzuschauen.

00:17:42: Funktioniert dieser Stoff?

00:17:43: Ist das lebig genug?

00:17:44: weil das ist ja auch so eine Enthalmatik.

00:17:46: ich halt wirklich finde Und mein Entstehungsprozess bis halt ein Produkt am Ende fertig ist und durchdacht ist, weil das auch so eine Herausforderung, die mir wichtig ist.

00:17:56: Dass es Sinn macht und Hand und Fuß hat.

00:17:59: Dann habe ich für die erste Kollektion zum Beispiel ein komplettes Jahr gebraucht von dem ersten Entwurf bis hin, dass es fertig produziert war.

00:18:09: Das heißt, das ist schon mal ein Riesenentwicklungsschritt Und da sind dann halt natürlich Schnitte, die ich halt immer teste.

00:18:17: Dann ändere ich es mal wieder ab, gibts wieder den Probandengruppen damit wir's anprobieren können, damit man da halt auch irgendwie eine ganz gute Möglichkeit gibt.

00:18:26: Das heißt, ich hab gar nicht so diese Standardmaße das immer alles die Länge hat zum Beispiel oder die Breite.

00:18:30: Natürlich habe ich ein System mit Größen dass man irgendwie sagt okay, die ähnen sich ganz klar aber das macht glaube ich auch herausforderbar.

00:18:40: was ich wieder umhalte einfach ... als Nervenkitzel finde, weil ich halt irgendwie immer wie von null anfange.

00:18:48: Ich hab dann so dieses, ah ja da habe ich meine Basics die ändere ich einfach ab... Sondern ich fang immer von Null an!

00:18:55: Es ist immer eine Herausforderung und man fällt halt auch manchmal recht tief... Und dann denkt man sich oh toll jetzt habe ich mir die Sache irgendwie voll gut vorgestellt am Ende funktioniert es gar nicht muss man wieder von vorne anfangen.

00:19:06: also das passiert dann halt natürlich auch und ähm Hosen muss sich halt geschehen.

00:19:11: also alles.

00:19:11: Ja, Hosen habe ich komplett abgeschworen weil das einfach auch von meiner Produktion zu kostspielig ist und es einfach an den Schnitten her.

00:19:21: Also ich da eine gescheite Modelle hätte ja glaubem zehn Jahre oder so um dass ich wirklich sagen könnte jetzt ist es perfekt.

00:19:28: deswegen hab' ich halt gesagt ich mach tatsächlich eh Oberbekleidung also halt auch noch Kleider- und Röcke dazu in dem Moment Röcke immer als Schlupfobjekt sehe, die man halt über den Kopf anziehen kann.

00:19:40: Weil das auch zum Beispiel bei mobilitäts- eingeschränkten Menschen recht relevant ist.

00:19:44: Deswegen alles wo man von oben gut reinschlüpfen kann dafür bin ich die Frau.

00:19:50: Sehr gut!

00:19:51: Ja Hose ist einfach auch komplex weil du hast es vorder und hinteres Schritt naht und so.

00:19:56: Das ist schon echt ein bisschen schwieriger.

00:19:59: Das kann ich mir gut vorstellen.

00:20:01: Du hattest eben Produktion halt erwähnt.

00:20:04: Wo lässt du denn eigentlich produzieren?

00:20:06: Tatsächlich kann man zwanzig Minuten voll mal Haustür entfernen, ein Wein sein, ist das ja.

00:20:12: Ah okay!

00:20:13: Achja toll also richtig lokal vor der Tür dann auch noch und wahrscheinlich hast du dann hier auch eher so kleinere Stückzahlen denke ich mal Und du sagst es von du hast jetzt auch einen Laden mittlerweile.

00:20:25: Also wahrscheinlich so dass du halt direkt im Laden das alles immer gut voredig hast oder

00:20:30: Genau, also tatsächlich produziere ich maximal fünf pro Größe erstmal und immer in einem großen Spektrum von XS bis zwei XL so diese Hauptstandards.

00:20:41: Manche Produkte habe ich bis vier XL weil es da halt auch größeren Bedarf gibt.

00:20:46: aber das Schöne ist halt dadurch mehr Möglichkeiten, Dinge nochmal abzuhällen und zu mögen.

00:20:52: Ich kann das Produkt noch mal optimieren.

00:20:54: Das macht's mir halt angenehmer und ich hab eben nicht so viele Lagerware die halt am Ende liegen bleibt.

00:21:00: Das ist natürlich auch so eine Saison, wo ich mich halt irgendwie immer so frage.

00:21:03: Boah!

00:21:04: Ich hab dann am Ende keine Lust volle Regale zu haben weil es nicht abverkaufen kann, weil ich mich vielleicht doch mal für ein Produkt entschieden habe was nicht gut läuft und das hab' ich halt gar nicht.

00:21:13: da bin ich natürlich dann.

00:21:15: aber auch wenn mal der Ansturm kommt muss ich halt sagen ja sorry bin ich halt aus verkauft Und dann bin ich plötzlich wieder die Exklusive in der Inklusion was und auch nicht immer so gut ist.

00:21:23: Aber nun gut einen Tod muss man sterben.

00:21:26: Ja, das stimmt besser so als wie du sagst die Regale nach Erfolgen haben.

00:21:30: Aber hättest du dann die Möglichkeit sonst wenn dann noch jemand kommt?

00:21:34: Das hätte ich aber echt total gerne, dass du auch dann so Einzelanfertigung irgendwie noch machst oder so.

00:21:41: Spannendes Thema!

00:21:44: Nach dem ersten Jahr, also im Jahr ist es im April, kam die Kollektion raus.

00:21:50: Und dann habe ich natürlich viel gemerkt ab Leutfängel, vermessene et cetera und dann hab' ich halt... ...vierundzwanzig gesagt jetzt fange ich mit Anfertigungen an!

00:22:00: Ich habe einfach gemerkt dass ich das super gerne tun würde aber irgendwie wenn ich dann anproben habe, zum Beispiel schon mal ein erstes Probeteil gemacht hab und am Kunden stehe und die Person abstecke weil es Änderungen gibt.

00:22:15: Ich krieg so Schweißausbrüche, weil ich immer Angst hab was falsch zu machen und mich stresst das.

00:22:20: Das klingt total bescheuert aber mich stresst diese Situation ungemein weil die Person kommt auf mich zu Weil sie z.B.

00:22:28: halt eben in Extremfall ist und es hat gar nichts gibt außer irgendwie jogging Hosen aktuell Und ich da nicht versagt will.

00:22:36: Deswegen habe ich mich irgendwann nach ein paar Versuchen entschieden, das dann doch nicht mehr anbinden zu können.

00:22:42: Einfach weil mir mein Seelfrieden in dem Moment so wichtig ist... ...weil ich habe teilweise Nächte nicht schlafen können, weil ich überlegt hab wie könnte ich das verändern?

00:22:50: Wie könnte ich es besser machen?

00:22:51: Oh Gott was ist wenn jetzt die fertige Hose doch gar nicht passt!

00:22:54: Also es war halt irgendwann einfach emotional für mich nicht mehr tragbar.

00:22:58: Weil ich bin am Ende doch eine One-Woman Show, die eigentlich alles alleine macht und dass es dann Einfach, wo ich gemerkt habe das ist zu viel.

00:23:08: Da muss sich leider wieder zurück rudern.

00:23:10: Ja, nee gut verstehe ich auch es soll ja auch dann nicht auf deine Kosten dann sozusagen gehen und wenn du es nicht machen kannst dass ja auch das versteht glaube ich dann ja auch einfach jeder.

00:23:23: aber arbeitest Du dann auch mit Inklusionsbetrieben zusammen in Weinheim?

00:23:29: Wie kann man sich die Produktionsstätte davor stellen?

00:23:33: Es gibt in Weinheim das Pilgerhaus.

00:23:36: Das ist eine größere Institution, die sich mit dem Thema Inklusion verschworen hat.

00:23:42: Die machen zum Beispiel auch eigene Betriebe gegründet, in denen man Ausbildungen machen kann und Menschen mit Behinderung arbeiten können.

00:23:51: Und unter anderem ist dann mit einer Studenten-Initiative namens Enactus hier in Mannheim genau dieses Projekt entstanden, dass die eine Rolli-Hose gestalten wollten.

00:24:02: Und aus diesem Gedankenhose für Rollstuhlfahrer gestalten, eben diese GmbH, also die gemeinsame GmbHA-Blauherz entstanden, die wie gesagt inklusive ist.

00:24:14: das heißt dort arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung an einem Arbeitsplatz.

00:24:20: und genau das heißt ich gebe da einfach nur Aufträge ab und sage halt, hey ich brauch bis dann und dann wieder xy ein Stück von dem.

00:24:30: Bring den Stoff vorbei, bring die Schnitte vorbei ins ganze Zubehör und dann hole ich das am vor allem baden tag wieder ab.

00:24:36: genau.

00:24:37: aber ja ich finde es toll wenn man das halt wirklich dann auch vor Ort produzieren lässt und da wirklich auch so ein bisschen Einfluss hat oder den Kontakt dann auch hart weil das ist ja auch irgendwie was Persönliches irgendwie.

00:24:48: also Ich finde das total schön.

00:24:50: Und Mannheim unterschätzt man, glaube ich auch so ein bisschen als kreative Stadt.

00:24:59: Also mir ist es in den letzten Jahren mit Mannheim echt des Öfteren schon mal irgendwie aufgepopft und man dachte, was ist denn da alles los?

00:25:08: Da ist ja schon eine recht bunte Kreativ-Szene unterwegs!

00:25:13: Ja, voll.

00:25:14: Also deswegen liebe ich Mannheim auch.

00:25:16: wir haben sieben Gründungszentren in den unterschiedlichsten Facetten.

00:25:19: also zum Beispiel ein Grundungszentrum das nennt sich Sie hab es nur für kreative Gründe.

00:25:26: dann gibt's zb aber auch des Cuevax One wo es nur um medizinische Gründungen zum beispiel geht.

00:25:33: Dann haben wir die Pop Akademie Wo es nur Musik geht.

00:25:35: dann haben wir ja auch die Textilerei wo es nun um Gründung im Textilbereich ist und da muss man schon sagen der bei uns für die Exzela herzustellen ist, hat vielleicht zu viel Macht.

00:25:47: Und das gibt ja auch das Fashion-Kanzel in Berlin und eigentlich gibt es halt nur in Berlin.

00:25:52: Die haben jetzt eine Zweigstelle bei uns in Mannheim was auch irgendwie einfach durch Nico entstanden ist.

00:25:59: Wer hätte das gedacht?

00:26:00: Es gibt jetzt zwei Standorte in Manheim und Berlin.

00:26:03: also von daher wer braucht schon noch etwas anderes als manheim!

00:26:07: Ja, sehr schön.

00:26:09: Stimmt!

00:26:09: Das hatte ich auch schon mal gelesen und das ist Fashion Council in Mannheim.

00:26:12: ein wenig noch eine zweit, stellte sich auf, dass okay wie kommen sie denn dazu?

00:26:15: Aber hat seinen durchaus berechtigten Grund.

00:26:18: auf jeden Fall spannend.

00:26:21: Okay jetzt von Mannheim erstmal wieder weg, das war ein kleiner Schwenker.

00:26:25: dahin muss man ja auch mal sagen weil sonst dreht es sich immer als meistens um Berlin irgendwie oder vielleicht um Düsseldorf.

00:26:31: aber ich glaube Mannheim haben viele gar nicht so offizierte.

00:26:37: Und jetzt würde mich da auch nochmal interessieren, wenn man so halt ja doch noch mal in die größere Modebranche halt ein bisschen schaut.

00:26:46: Was würdest du denn da sagen?

00:26:49: Ja was für einen Fehler oder wie so funktioniert das tatsächlich in der Modebranche nicht, das Thema Inklusivität oder Inklusion mit einzubringen?

00:27:01: Was für den Fehler machen Modeunternehmen immer noch, wenn sie versuchen Vielleicht auch nicht nur Inklusion, sondern vielleicht allgemein Diversität mit reinzubringen.

00:27:12: Also ich

00:27:14: kann es nur so bei Diversitet bei großen Größen halt immer feststellen Es wird einfach immer nur stumpf weitergradiert Passt aber meist ist immer gar nicht irgendwie.

00:27:24: wie du halt vorhin auch schon sagtest jeder Körper ist ja anders Nur weil's dann irgendwie eine forty oder vielleicht ne sechsenvierzig ist.

00:27:30: reicht das nicht dass man die breiten Maße einfach irgendwie weiter gradiert oder so?

00:27:34: Aber Da steckst du wahrscheinlich noch ein bisschen tiefer in der Materie drin.

00:27:40: Ja, also das Ding ist halt grundsätzlich.

00:27:44: beim Thema Diversität habe ich immer noch das Gefühl dass es so nicht greenwashing, halt so social washing-mäßig halt ist.

00:27:53: Weil ich sehe dann die Bilder und da hat man eine Kampagne für große Größen aber in der Hauptkampagne findet das halt gar nicht statt.

00:28:00: Da finden es wieder nur eine Person, die nicht mal eine große Zweiunddreißig hat sondern gefühlt gleich Dreißig Und... Ich finde das halt irgendwie erschreckend weil Ich möchte mich halt identifizieren können mit der Marke mittlerweile.

00:28:15: Es ist nicht mehr so, dass ich nur was kaufe weil da ein Logo drauf ist sondern ich Identifiziere mich mit der Philosophie wie die rüberkommen und ich möchte ernst genommen werden Und ich möchte nicht das Gefühl haben, ich werde da belogen oder mir wird da irgendwas aufgetischt.

00:28:29: Das ist meiner Meinung nach einmal das Problem, dass Authentizität fehlt Weil es auch wenn man in eine Firma geht, die Mode produziert.

00:28:41: Wer arbeitet denn da?

00:28:43: Also die meisten, also jetzt auch zum Beispiel hier ein regional ansässiges Unternehmen.

00:28:50: Da arbeiten nur Frauen, die maximal Größe und dreizig haben.

00:28:53: wie authentisch soll das funktionieren dass der große Größen hergestellt wird.

00:28:57: Das passiert genau das was du sagst.

00:28:59: es wird breiter gemacht aber es wird nicht auf die Proportionen geachtet weil bei ganz vielen Frauen wächst nur der Oberkörper.

00:29:05: Die haben super schmale Beine und wollen aber nicht aussehen wie eine Tonne.

00:29:08: Man muss mit Schnitten arbeiten glaube ich, das Thema Inklusion mit Behinderungen noch mal schwieriger zu fassen.

00:29:16: Weil es so unterschiedliche Vorurteile der Behinderung gibt.

00:29:19: Es gibt körperlichen Einschränkungen und es ist auch noch das Thema Rudive Gens.

00:29:23: also wenn man halt sensorisch einfach überstimuliert wird und die Sachen kratzen, jucken weil nicht richtig verarbeitet oder dass gar plötzlich halt kratzig ist, auch wenn zum Beispiel der Stoffgut ist.

00:29:35: Und da sind dann so Themen... es ist zu viel!

00:29:38: Also ich glaube Man will dann halt immer gleich alles gleichzeitig machen, was gar nicht geht.

00:29:44: Also es wird nie ein Produkt geben das wirklich allen zu hundert Prozent passen wird weder für alle Rollschuhfahrer noch für alle Menschen mit Behinderung oder was auch immer.

00:29:55: Das ist halt so.

00:29:55: die große Crux und Firmen haben ganz oft Angst von einem Shit-Store.

00:30:01: Das heißt irgendwie die Traum eigentlich gar nicht das Thema anzufassen weil Angst haben, da irgendwie Blumentare bekommen.

00:30:08: Deswegen fangen sie gar nicht erst an!

00:30:10: Das ist der größte Fehler überhaupt?

00:30:12: Dann kommt es halt auch immer stark darauf an wer die treibende Kraft ist.

00:30:15: also ich kenne auch eine Designerin die in Berlin sitzt ja auch ein geeignetes Unternehmen hat und halt aber auch in andere Modefirmen geht und die berät im Bereich Inklusion und den zeigt wie könnte man das mit ihnen die Produktionskette einfach oder in die generelle Produkte einfach mit einbinden?

00:30:33: Das merke ich ja selber, wenn man da hingeht.

00:30:34: Dann sind die Leute Feuer und Flamme voll, was du das beigebracht hast.

00:30:39: Wenn dann die Person oder das Teleport auch intrinsisch motiviert vorantreibt, plötzlich weg ist weil sie den Job kündigt, weil sie schwanger wird die Person, was auch immer, dann gibt es plötzlich niemand mehr der sagt hey Inklusion ist wichtig und plötzlich wird diese Kollektion einfach mal ein Attakter gelegt.

00:30:57: Ich meine wenn ich mir zum Beispiel Tommy Hilfiger anschaue, ja die haben eine adaptive Kollektion.

00:31:03: Aber dann sollte man sich auch mal fragen wann kamen denn die letzten adaptiven Designs mit dazu?

00:31:08: Also wie lange sind das noch die Sachen von vor zehn Jahren?

00:31:11: oder haben sie wirklich auch jedes Jahr neue Kollektionen?

00:31:14: also es geht auch darum langfristig für den Kunden sichtbar zu sein und Also Thun hat ganz viel.

00:31:22: Primercut hat jetzt gerade angefangen, auch adaptive Bekleidung oder inklusive Bekleiderungen mit in das Produkt-Sortiment aufzunehmen.

00:31:28: Das machen wir jetzt seit einem Jahr

00:31:29: ca.,

00:31:30: haben sich da eine tolle Designerin mit ins Boot geholt, was ich schon mal super finde weil die wirklich Ahnung hat.

00:31:36: Ich freue mich halt nur, wie lange halten Sie so?

00:31:38: Machen sie das für immer oder machen Sie das jetzt nur für die nächsten zwei Jahre als vielleicht auch weißes Gewollt haben?

00:31:45: Aber so große Marken sollten dann auch das Durchhaltevermögen haben, dass langfristig weiterzumachen.

00:31:50: Vor allem auch wegen dem Preis-Leistungsverhältnis.

00:31:51: Ich bin kein Fan von Primark aber ich kriege das natürlich auch mit, dass es ums Preisgefüge geht, dass preisebarrierefrei sind weil halt nicht jeder Rundetvierzig Euro für ein Hoodie ausgeben kann sowie meine Preise gestaltet sind sondern halt eben nur in der Moment soziale Hilfe bekommt oder halt ein irgendwie persönliches Budget und gerade mal achthundert Euro im Monat hat zur Verfügung.

00:32:14: Da geht es nicht, also das sind dann auch ganz viele Sachen.

00:32:18: deswegen sehe ich da so große Marken eigentlich schon in der Verpflicht durchhalten zu können.

00:32:22: Die haben auch gar andere finanzielle Ressourcen.

00:32:24: Ich bleibe aber, wenn ich einen Monat habe, der nicht gut funktioniert muss ich immer auf meine Notkroschen zurückgreifen.

00:32:31: Das müssen so firmen, die können das mit etwas anderem subventionieren?

00:32:34: Haben da noch irgendwie ein Investor und er schießt doch nochmal irgendwas rein oder was auch immer Und irgendwie würde ich mir da schon wünschen, dass die das ein bisschen... Also auch sehen, dass es ein super großer potenzieller Markt ist.

00:32:48: Weil die Leute, wenn sie sich gesehen fühlen, dann bleiben die für immer bei dir.

00:32:54: und wie cool ist das denn eigentlich?

00:32:56: Einfach Menschen zu haben, die zur Dauerkunden werden!

00:32:59: Das ist mein größer Pluspunkt den Ich in meiner Kundschaft sehe, weil die vertrauen mir und ich weiß halt wenn ich ein neues Produkt rausbringe schicke ich denen eine E-Mail und sie sagen oh ich komme mal vorbei und probiere es an.

00:33:10: Und das ist irgendwie schon ne wichtige Sache in dem Moment.

00:33:15: Ja absolut ja!

00:33:17: Du brauchst natürlich solche großen Unternehmen auch bei den Themen wahrscheinlich so wie bei anderen Nachhaltigkeitsthemen als Treiber so ein bisschen um es halt wirklich präsent zu machen, damit das wirklich auf den Markt kommt.

00:33:29: Aber die Gefahr ist dann leider oft da dass es dann in diese Greenwashing Falle dann halt abdriftet Das ist halt schwierig und dass man's halt nur macht um das Marketing Willens.

00:33:41: Also wenn dahinter noch irgendwie auch wieder mit Aufklärung Kommunikation was verbunden wird Dann hat das gleich wieder einen ganz anderen Effekt.

00:33:51: einfach Ja, das ist echt schwierig.

00:33:55: Aber könntest du gerade noch mal klar Adaptiv- und Inklusionsmode?

00:33:59: Könntest du da bitte nochmal kurz den Zuhörer in erklären was da wirklich so der kleine feine Unterschied

00:34:06: ist?

00:34:11: Produkte, die wirklich so abgeändert sind, dass sie in einer bestimmten Zielgruppe passen.

00:34:15: Also wenn wir jetzt zum Beispiel adaptive Mode für Rollstuhlfahrer denken dann sind das halt eben komplett abgeänderte Schnitte, die aber auch wirklich nur vor Rollstufahrern nutzbar sind.

00:34:24: Da sind dann zum Beispiel bestimmte Zubehörer mit dabei wie z.B.

00:34:29: Magnetverschlüsse.

00:34:31: Wenn man eine schwierige Motorik hat und es besser an- und ausziehen kann Das sind dann wirklich Produkte die speziell eine gewisse Behinderung sind.

00:34:41: und bei inklusiver Mode geht es halt wirklich darum, es nicht zu hundert Prozent funktional zu machen sondern ist darum so diese Mitteldinge.

00:34:52: Also ich würde sagen konventionelle Mode, inklusive Mode die so ein Splitter-Ding ist für beide, die halt mehr in die Richtung Adaptiv geht aber das nicht nur rein um die Funktion geht In dem Moment ist meiner Meinung nach Modenhilfsmittel, um das Leben angenehmer zu machen.

00:35:09: Um nicht anziehen zu können, dass inklusive Mode auch wichtig ist.

00:35:13: aber halt ich zum Beispiel benutze so Magnetverschlüsse eigentlich so gut wie gar nicht weil ich halt auch irgendwie ein bisschen finde warum muss man immer etwas hinzufügen um es besser zu machen wenn man zb auch die passenden Stoffe nutzen kann und eine gute Verarbeitung ein Kragen so dehnbar ist, dass er nicht reißt und man trotzdem gut einsteigen kann.

00:35:37: Also da muss man glaube ich immer so ein bisschen aufpassen.

00:35:40: und ja das ist meiner Meinung nach sind die großen Unterschiede um das Gutein gliedern zu können.

00:35:48: Okay super!

00:35:48: Ja ich glaub' da kann sich das jeder ganz gut vorstellen.

00:35:51: also wie du es auch gesagt hast, Inklusion in der Mitte und sonst hast du dann halt konventionelle Mode oder adaptive Mode Momentan, die betreffen dich eigentlich ja wahrscheinlich größtenteils gar nicht die ganzen Regularien.

00:36:07: Die ganzen EU-Gesetze, die ja momentan auf die Textilbranche einrollen, vielleicht obwohl die Green Claims Directive könnte dich gleich auch sogar noch treffen.

00:36:17: aber wenn du jetzt einen Wunsch frei hättest und sagen könntest okay jetzt ein Gesetz fehlt jetzt noch

00:36:25: um

00:36:26: Inklusionsmode irgendwie noch zu fördern, zu unterstützen.

00:36:35: Was für ein politisches Gesetz oder was für eine politische Anforderung würdest du dir wünschen?

00:36:41: Wo hast du immer schon mal daran gedacht?

00:36:43: wenn du jetzt gehört hast okay Lieferkettengesetz wieder Berichtspflicht und dann sagst du dir oh ey aber das könnte ich richtig gebrauchen.

00:36:52: Tatsächlich würde ich da auf ein ganz anderes Thema eingehemlich für das Thema Barrierefreiheit in Stores.

00:36:59: Also es gibt natürlich so das Thema, dass natürlich online Shops barrierefreie sein müssen weil zwei von drei Barrieren also zwei von Drei Online Shops waren nicht barrierofrei.

00:37:08: Das hat sich natürlich durch das Barriero Freiheitsgleichstellungsgesetz auch geändert was halt in Kraft getreten ist.

00:37:14: aber am Ende ist es halt auch immer Das passt nicht, man muss wieder zurückschicken.

00:37:24: Die Leute haben schon Bock in Läden zu gehen dort anzuprobieren und schauen was es gibt.

00:37:29: Und nicht nur Stoppide am Laptop zu sitzen oder im Computer oder Handy und online einkaufen zu gehen.

00:37:36: Ich finde das unglaublich wichtig dass die Geschäftsbarriere frei sind Kleine Größe sind, dass zum Beispiel ich mich beschädtreden kann und nicht eingezwenkt bin in noch was.

00:37:47: Das finde ich schon angenehm.

00:37:49: Und ich muss halt auch echt sagen das man beim Personal halt auch ein bisschen schulen sollte weil Ich wenn ich irgendwo hingehe?

00:37:58: Ich habe schon sehr lange keine gute Beratung mehr genossen.

00:38:02: also wenn ich irgendwie Leute um mich herum sehe die dann mir irgendwas in die Hand drücken wo ich mir halt auch denke Du siehst doch, dass ich in komplett schwarz gekleidet bin.

00:38:11: Warum willst du mir jetzt was Buntes vorhalten?

00:38:14: Also es ist so dieses... Da ist kein Gespür mehr und das sehe ich auch wenn ich mit Freunden unterwegs bin die halt eben eine sichtbare Behinderung haben.

00:38:21: Die werden immer so schief angeguckt wie als wären die irgendwie krank oder ansteckend oder so Und das finde ich halt auch ganz schade.

00:38:27: also Ich würde mich echt wünschen, dass es Regularien gibt räumliche Barrierefreiheit mit einzubinden und dass Personal verpflichtend geschult ist Menschen mit Behinderungen So zu sehen, wie sie sind.

00:38:39: Nämlich als ganz normale Menschen und ist da halt auch so Anti-Berührungsängste Workshop zum Beispiel.

00:38:46: Ich fände das schon sehr wichtig weil es schon abschneidet das Moment für viele.

00:38:52: Ja glaube ich finde ich auch eine super Idee und ich möchte noch nicht mal sagen dass die Leute das dann halt irgendwie Ja, bewusst machen oder so.

00:39:03: Aber ich glaube manche wissen einfach dann nicht mit Menschen mit Behinderung umzugehen irgendwie und da machen sie lieber gar nichts als dass die dann vielleicht was falsch machen.

00:39:12: Da haben Sie wahrscheinlich auch Angst vor.

00:39:13: und ja so ein Trainings Workshop das wäre toll finde ich eine richtig gute Idee Weil das hilft ja beiden Seiten dann einfach auch so ein bisschen.

00:39:22: Und es ist echt immer so unglaublich wichtig, gute Kommunikation und das halt tatsächlich auch im Laden hast du absolut recht.

00:39:31: also das kann auf jeden Fall helfen, glaube ich!

00:39:38: Du bist ja eigentlich auch Inklusionstrainerin wenn nicht da Richtig.

00:39:44: Deswegen ist

00:39:44: uns die ganze Zeit, weil ich so ein bisschen fast schon Eigenwerbung gemacht habe.

00:39:47: Ich biete so Workshops nicht klassisch an für die Mode Industrie.

00:39:54: Ja, total.

00:39:56: Aber was machst du dann als Inklusionsträderin?

00:39:58: Was ist da noch so deine Aufgabe?

00:40:01: Also ich beschäftige mich tatsächlich mit Berührungsängsten.

00:40:05: So ist es nicht.

00:40:06: Ich gehe halt eben mit meiner Kollektion in Unternehmen die eigentlich verpflichtet sind, Menschen mit Behinderung anzustellen.

00:40:14: Also es gibt gesetzlich eine Grundlage das wenn man halt wirklich mehr als zehn bzw.

00:40:20: zwanzig Mitarbeitenden hat dass man verpflichtete ist in fünf Prozent Regelungen einzuhalten und man kann sich, das nennen wir halt immer, man kann nicht raus kaufen.

00:40:29: sprich wenn man eben diese Person einstellen möchte können eine Arbeitsabgabe zahlen an das Inklusionsamt jedes Bundeslandes.

00:40:40: Ich finde, vor allem zeige ich auch mit meiner Kollektion, weil die einfach unglaublich gut produziert ist.

00:40:46: Dass Menschen mit Behinderungen Leistung erbringen können.

00:40:48: Ich habe selber schon Mitarbeiter mit diversen unterschiedlichen Behinderung und die haben Leute in die Tasche gedeckt wo ich mir halt zu denke das ist so krass was sie können und wir werden vom Arbeitsmarkt nicht gesehen Und ich finde es halt wichtig, junge Menschen zu unterstützen in dem Moment.

00:41:06: Deswegen gehe ich wie gesagt in Unternehmen unterschiedlichster Branchen und nehme die Kollektion mit und erzähle den mal was ich so tue.

00:41:16: Dann kriegen die zum Beispiel halt auch mal die Aufgabe, sie auf den Schuh zu setzen.

00:41:21: Sie müssen somit als hätten gelähmt Beine, könnten die Arme nicht über die Schultern heben, kriegen von mir jetzt einen Pulli in die Hand gedrückt, kriegen eine Hose in die handgedrückt und müssen das mal anziehen indem sie dann z.B.

00:41:32: das Bein heben um in die Hose reinzukommen

00:41:34: etc.,

00:41:35: um mal nachvollziehen zu können wie es ist zum Beispiel im Rollstuhl zu sitzen Und dann kriegen die erstmal so ne richtige Frustattacke weil sie halt merken Oh, okay.

00:41:44: Da gebe ich den Mann ein Produkt von mir und dann merken die ... Krass!

00:41:47: Es geht ja auch um Selbstständigkeit oder Eigenständigkeit.

00:41:50: Also es sind ganz viele emotionale Themen, die damit rein spielen.

00:41:54: Und was mir halt wichtig ist, dir zu zeigen Sie müssen keine Angst davor haben Menschen mit Behinderung einzustellen bin dann so ein bisschen das.

00:42:02: Ich nenne mich immer die Vorhut der EAA, das ist der einheitliche Ansprechpartner für Arbeitgeber.

00:42:06: Die gibt es in jeder Stadt über den grüßen Kreis sozusagen und da kann man dann halt zum Beispiel sich anmelden und sagen hey ich bin ein Unternehmen, ich hätte Interesse.

00:42:15: können Sie mir nicht helfen auch vielleicht Förderungen auszubekommen.

00:42:17: Das heißt es gibt eine Stelle die dabei unterstützt Fördermittel zu bekommen dass

00:42:22: z.B.,

00:42:23: es gibt nämlich auch eine Probebeschäftigung, dass man mal drei Monate lang eine Person mit Behinderung bei sich arbeiten lassen kann, als Probebeschäftigung.

00:42:31: Und diese Probe-Beschäftigung wird zu hundert Prozent von der Agentur für Arbeit zum Beispiel finanziert.

00:42:37: Das heißt man hat ein Probearbeiten von drei Monaten und kann testen passt die Person zu?

00:42:43: uns können.

00:42:44: wir müssen wir irgendwie was anpassen weil das ist ja auch immer so.

00:42:46: das große Thema jetzt muss ich das ganze Gebäude umbauen nehmen muss man eben nicht.

00:42:51: und da gibt es so viele Stellen die unterstützt unterstützen und da bin ich dann halt.

00:42:55: Die sagt, hey, uf doch mal da an.

00:42:57: Uf doch einmal da an!

00:42:58: Die Leute wollen dir helfen und die sind für dich im Unternehmen da.

00:43:02: Und klar ist natürlich ein bürokratisches Akt wie alles Deutschland.

00:43:05: aber man muss sich das nicht davon hindern lassen und das mache ich zum Beispiel.

00:43:12: Ja auch voll gut.

00:43:13: Genau das Pferd zuvor sagt es genau, man kann sich da freikaufen.

00:43:16: Das ist so ein bisschen wie hier Klimakompensationen.

00:43:19: Man fliegt und kann danach dann sich auch damit freikaufen.

00:43:25: Und ja, ich glaube das ist genau das Gleiche da sind die Leute dann auch wieder so ein bisschen... Ich will gar nicht sagen bequem aber man müsste halt schon ein bisschen mehr Aufwand einfach betreiben als wenn man Menschen ohne Behinderung halt dann einstellt.

00:43:42: Aber ja, die meisten wissen dann auch gar nicht dass es sowas gibt solche Förderungen.

00:43:47: oder Weißt du, ob es Inklusionstrainer in Deutschland gibt?

00:43:54: Gibt es da auch eine Plattform, die Flächen und Schonennutz benennen könnte, wo man dann halt in seinem Bundesland oder in seiner Stadt jemanden mal aussuchen könnte.

00:44:05: Ja, aber da geht's eher um das Thema komplette Diversität also auch eher zum Beispiel Migrationsbiografie

00:44:11: etc.,

00:44:12: so ein Überbegriff für Inklusion, für Diversitet, wo Bayern Inklusion dazu zählt weil... Ein Sich ist Diversität das Was, also was unterscheidet ein?

00:44:23: Was gibt es für verschiedene Diversitätsmerkmale zum Beispiel und Inklusion ist eher das Wie.

00:44:30: Wie kann ich einen Raum gestalten in dem sich alle Menschen wohlfühlen?

00:44:34: Da weiß ich.

00:44:35: aber bin ich ganz ehrlich Ich weiß gerade den Namen nicht mehr.

00:44:37: Ich habe einer der Gründe im Kopf vor meinem Profil auf die Idee, dass wir geschrieben haben.

00:44:44: ist mittlerweile so eine Sache, das vergesse ich einfach irgendwie.

00:44:48: Aber das kann ich bestimmt auch mal nachlegen und dir noch schicken, dass wir das dann gerne noch auf jeden Fall in den Show notes zeigen.

00:44:53: Ja also da gibt es schon... Da würde ich halt aber auch immer so ein bisschen aufpassen.

00:45:01: Ich bin jetzt auch keine gelernte Coach oder Trainer oder sonst irgendwas Und ich finde es halt wichtig nicht immer nur Standardfloskeln daraus zu hauen weil ich habe auch schon Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die das halt schon sehr lange machen.

00:45:17: Und auch teilweise halt gefrustert sind von der Situation auf dem Arbeitsmarkt was ich sehr gut verstehen kann.

00:45:22: aber die machen halt nur noch das nötigste und die nehmen halt auch... Das hat aber eher so meine Philosophie.

00:45:29: Ich möchte mit keinem Unternehmen zusammenarbeiten bei dem ich schon von vornherein Gespräch raushöre.

00:45:36: Sie machen das jetzt nur, damit halt irgendjemand glücklich ist aber am Ende wollen sie es gar nicht umsetzen.

00:45:41: also das finde ich auch immer so schwierig und deswegen würde ich halt immer mit einem Empfehlen der Lust hat jemanden zu sich einzuladen dass man die Person auch einfach mal fragt was ist dein persönlicher Bezug zu diesem Thema?

00:45:55: weil ich glaube wenn wir wirklich emotional den Thema drinstellen dann spricht man auch ganz anders darüber und bringt nicht nur Standardfälle, sondern man weiß wie es auf den Betroffenen geht.

00:46:08: Also bei mir ist zum Beispiel halt auch so ich mache wie eine kleine Videoweise drin, die Menschen empfehlen welche Erfahrungen sie schon auf dem Arbeitsmarkt gemacht haben Und ich finde das hat auch wichtig, denn irgendein Personal, der am Ende zum Beispiel die Stellenausschreibung schreibt zu zeigen dass dieses Standard Stellenanzeige, die sie da halt rausschicken.

00:46:33: Auch Menschen teilweise wirklich psychisch irgendwie unter Druck setzt weil sie halt immer das Gefühl haben Sie bewerben sich werden abgewiesen aufgrund der Behinderung und dann auch in den Bewerbungsprozess hat einfach nur als alibi mäßig eingeladen werden obwohl Sie halt nicht gesehen werden.

00:46:53: Das sind dann auch irgendwie immer so Sachen, aber auch ganz viele Probleme in den Konzernen zum Beispiel was gibt ja die Schwerbehindertenvertretung wie der Betriebsrat eigentlich für Menschen mit Behinderung in dem Betrieb ist und diese sollten bei jedem Bewerbungsgespräch mit dabei sein.

00:47:07: Sind sie aber auch oft nicht?

00:47:08: Weil es z.B.

00:47:08: eine SBV, Schwierbehindertentvertretungen gar nicht gibt oder die zu spät informiert wird dass wir mit dabei... Es gibt einfach systemisch bedingte Probleme, die da mit reinspielen dass es nicht möglich ist.

00:47:22: Und das ist halt so ein bisschen ... Das, wo ich immer sage, dass man das ganzheitlich betrachten muss.

00:47:29: Es bringt nichts einen Vortrag sich anzuhören über Inklusion oder Behinderung zu verstehen, okay, es gibt Menschen mit Behinderungen, sondern es geht darum, zu begreifen, dass es systemisch einfach notwendig ist die Mensch mit einzubinden auch bei dem Fachkräftemangel der da draußen herrscht.

00:47:45: und Statistisch gesehen, die Menschen mit Behinderung, wenn sie sich wohlfühlen an einem Arbeitsplatz, dann wollen die nichts sehnlicher als für immer bei dir zu bleiben eigentlich weil Sie diese Stabilität brauchen.

00:47:58: Diese Sicherheit und auch unglaubliche Jahre mitarbeiten.

00:48:01: also es gibt natürlich übelste Arschlöfe.

00:48:03: Die gibt es immer egal ob man eine Behinderungen hat oder nicht.

00:48:06: aber statistisch gesehen gibt so viele Vorteile Menschen mit Behinderung einzustellen.

00:48:13: Ich werde dir auch immer gefragt, was willst du in fünf Jahren machen?

00:48:20: Es gibt für mich nichts cooleres und es gibt keinen größeren Wunsch als zu sagen.

00:48:25: Ich habe dann irgendwie mal meine zehn, zwanzig Mitarbeitenden und alle wirklich haben eine Behinderung von mir aus um einfach der Welt da draußen zu zeigen hey das ist ein Erfolgsfaktor Menschen mit Behinderungen bei sich integrieren zu können.

00:48:37: Du kannst wirtschaftlich rentabel sein wenn die Leute an Bord sind.

00:48:42: Aktuell ist es noch nicht so in Sicht, dass ich in zwei Jahren schon zehn Mitarbeitenden habe.

00:48:46: Aber ich gebe den Traum nicht auf!

00:48:49: Das ist auf jeden Fall ein gutes Ziel, Claire.

00:48:52: Ja wie gesagt, ich glaube das ist einfach noch sowieso mit zu vielen Sachen.

00:48:57: Es dauert einfach bis die Menschen oder Unternehmen das einfach verstehen und für normal dann auch ansehen.

00:49:07: den ganzen Nachhaltigkeitsthemen.

00:49:09: Es ist ja auch so irgendwie, also so langsam nimmt das Vater aber geht dann auch mal wieder zurück und was man da nicht kennt.

00:49:17: Ach nee, da traut man sich ran und mal lieber wieder den gewohnten Kram, den wir hier machen.

00:49:22: Da sind wir für uns sicher und es gibt so viele Argumente dagegen definitiv.

00:49:33: Ein Beispiel vorangehen, das wäre ganz schön.

00:49:36: Und was könntest du denn den Zuhörer oder Zuhöhrerin irgendwie raten oder vorschlagen?

00:49:44: Was man so im Alltag eigentlich machen könnte?

00:49:46: ja ganz normal ein bisschen inklusiver zu handeln also nicht nur im Unternehmenshalt und nicht nur am Arbeitsplatz sondern einfach aus dem privaten Umfeld vielleicht.

00:49:58: Also da ist es ganz klar die Menschen auf jeden Fall mal wahrnehmen, weil es tun ganz wenige.

00:50:05: Die übersehen Menschen mit Behinderungen also das natürlich auch immer.

00:50:08: Es geht natürlich nur mit Menschen die eine sichtbare Behinderung haben.

00:50:12: Menschen, die Kinder haben... ganz klar sagt denen nicht auf den anzustarren, sondern ermutigt eure Kinder eher mal hinzugehen und zu sagen hey mein Sohn meine Tochter ist irgendwie neugierig geworden weil sie so einen Rollstuhl noch nie gesehen hat.

00:50:26: darf Sie ihn fragen stellen.

00:50:28: Und nicht immer gleich duzen.

00:50:29: also es ist ganz furchtbar.

00:50:30: ich bin auch jemand der immer duzt.

00:50:32: ganz klar Menschen mit Behinderung meistens, also eine solche Neuerungsprozesse immer gleich geduht während es jetzt Kinder sind halt auch Erwachsene sind diese Menschenbilder mit den Menschen selber und nicht mit den Begleitpersonen, Sistenten oder Familienmitglieder sondern natürlich kommuniziert mit dem Menschen.

00:50:51: Und sei so wie zu allen anderen.

00:50:53: also wenn ihr irgendwie mit einer Person die zum Beispiel im Rolli sitzt in der Schlange steht dann grinst sie an wie er jeden andern mehr angreifen würde neben euch geht und mit ihm zu ignorieren persönlich das ist eigentlich so das wichtigste.

00:51:07: es glaube ich immer so ein schmaler Grad dann zu sagen, ah was haben sie denn?

00:51:11: Das will natürlich nicht jeder darüber reden weil es auch teilweise halt belastend ist.

00:51:15: Deswegen würde ich das vielleicht erst mal nicht vorschlagen außer man merkt irgendwie die Person ist neugierig oder hat irgendwie Interesse.

00:51:23: aber deswegen das sind so die grundlegenden Sachen.

00:51:25: und klar gibt's ja natürlich noch so Thematiken wie unterstützt die Leute, aber jetzt nicht in dem Moment, in dem ihr sagt, da ist ein Blinder an der Ampel komm ich schnapp mir den mal und greif ihn einfach und gehe mit ihm über die Ampels.

00:51:39: Man ist manchmal auch ein schmaler Grad, aber lieber sagen Entschuldigung sie ich habe Sie gerade entdeckt benötigen sie Unterstützung über die ampel zu kommen?

00:51:49: oder Ist es soweit alles für sie okay?

00:51:51: Also dass man da dann halt auch nicht übergriffig wird und sagt Komm ich helfe Ihnen jetzt mal weil die leute sind alle Die sind das meistens schon immer gewohnt.

00:51:59: Und die können das auch alleine und wollen ja da nicht in ihrer Integrität irgendwie angegriffen werden, sondern da halt in dem Moment einfach so gesehen werden wie sie sind?

00:52:11: Ja, ne verstehe ich auch.

00:52:12: Na klar!

00:52:14: Das ist ja auch wieder das Kommunizieren, einfach nur einfach fragen oder sowieso, dass finde ich eigentlich auch ganz schön genau ein Kind halt einfach ranzuführen und einfach in den Austausch zu gehen und sagen okay können wir uns hier mal irgendwie unterhalten oder möchten sie erzählen und wenn jemand nein sagt, ist er auch völlig fein.

00:52:35: Aber Hauptsache irgendwie fragen und schauen dass man da einfach mal in den Austausch geht ja voll gut.

00:52:42: Klar ich muss ein bisschen auf die Uhrzeit tatsächlich gucken das sind paar Minuten sind super schnell rumgegangen mit dir.

00:52:50: Ich fand es super spannend auch tolles Thema und ich glaube da könnten wir uns doch richtig lange drüber unterhalten um einfach Wie gesagt, noch mehr Sichtbarkeit auch dafür zu schaffen.

00:52:59: Aber hast du jetzt noch irgendwas am Schluss unserer Folge?

00:53:02: Was du noch den Zuhörer gerne mitgeben möchtest was du jetzt vielleicht noch nicht erzählt hast was du noch ganz wichtig findest das sie auf jeden Fall noch hören müssten

00:53:12: von dir?

00:53:13: also ich fand deine Fragen haben ehrlich gesagt alles schon mal abgedeckt.

00:53:16: deswegen bin ich jetzt gerade selber im grübeln ob es irgendetwas noch nicht gehabt.

00:53:19: aber eigentlich habe ich wirklich alles gesagt dass Menschen mit Behinderung genauso normale Menschen sind wie Menschen ohne Behinderungen, dass man keine Angst davor haben muss, mit ihnen in Kontakt zu treten.

00:53:32: und dass sie halt auch wirklich unglaublich viel leisten können.

00:53:35: Und es nicht darum geht, Inklusion als soziales Engagement zu sehen, weil das ist immer so eine Problematik die ich sehe.

00:53:43: Ja, da kann man ja einmal was spenden, wo ich dann denke, ich bin wirtschaftliches Unternehmen!

00:53:48: Da kann man nicht spenden, tut mir leid.

00:53:50: Sie können gerne ein Produkt kaufen, okay?

00:53:51: Gerne aber... Dass man vielleicht den Blick öffnet und sieht, dass einfach wie gesagt ganz normal ist.

00:54:02: es klingt irgendwie so banal aber man darf auch einfach ein bisschen mit einer menschlichen brille auf andere leute schauen weil Ganz oft interpretieren wir irgendwas oder haben vielleicht schon eine schlechte Erfahrung gemacht, weil uns irgendjemand über den Weg gekommen ist.

00:54:20: Der halt irgendwie schlechte Laune hatte und dann nicht für allgemein an, sondern dass man da wirklich ein bisschen differenzieren kann.

00:54:26: Aber so wie ich in der Höhe bin und höhere Einschätze sicher eh mit dem Thema Fairness auseinandersetzen glaube ich das die schon auf einem ziemlich guten Level sind und da vielleicht auch einfach noch mal Tippen neugieriger sind.

00:54:38: Die können mir auch super gerne jederzeit irgendwie schreiben, wenn sie Fragen haben oder so.

00:54:42: das ist gar kein Ding.

00:54:44: also da bin ich super gerne da und beantworte fragen.

00:54:49: Das kann ich mir gut vorstellen dass der ein oder die andere das machen wird weil ja man ist vielleicht auf einem guten Weg schon aber Ich glaube man kann da immer auch noch dazu lernen auf jeden Fall.

00:55:00: Also ich nehme nach jetzt aus dieser Folge auch nochmal wieder ein bisschen mehr mit definitiv dass man da einfach, wie du sagst das mit einer anderen Brille, mit einer menschlichen Brille drauf schaut.

00:55:10: Einfach und ja total spannend klar!

00:55:15: Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir, dass du dabei warst und ich werde auf jeden Fall deine Webseite schon verlinken genau wenn du dann noch was anderes hast, was dich noch teilen soll denn schick mir das gerne und dann versuchen wir auf jeden fall dem Thema mehr Sichtbarkeit zu schaffen.

00:55:35: Vielleicht mal gucken, ob ich nach Mannheim komme.

00:55:38: Irgendwie muss ich da wirklich mal hinfahren und wieder schauen was bei euch alles los ist.

00:55:43: Ganz auf jeden Fall.

00:55:44: Du kriegst die persönliche Stadtführung.

00:55:46: Das

00:55:47: hört sich gut an!

00:55:48: Okay, das überlege ich mir dann mal.

00:55:50: Das trage ich mir mal auf meine Tutu-Liste.

00:55:52: Ja super Klärt.

00:55:53: Dann nochmal vielen Dank und einen schönen restlichen Tag wünsche ich dir noch.

00:55:59: Vielen lieben Dank dir und dann wünsche dich auch noch einen schöinen Tag.

00:56:03: Danke, bis dann.

00:56:04: Tschüss!

00:56:07: Das war's für heute mit einer neuen Episode von Fair Fashion Talk.

00:56:11: Ich hoffe du konntest etwas Neues mitnehmen um bist inspiriert deinen eigenen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten.

00:56:18: ich weiß nicht wie es dir geht aber ich habe nach diesem Sprich auf jeden Fall eine andere Brille auf.

00:56:23: Es geht nicht nur in Inklusion oder Mode Es geht um Haltung und Menschlichkeit Und um das Bewusstsein des echte Teilhaben bei uns selbst beginnt.

00:56:31: Auch dein Feedback ist mir sehr wichtig und ich freue mich, wenn du deine Gedanken in den Kommentaren teilst oder den Podcast bewertest.

00:56:38: Das hilft mir dabei dem Podcast weiter zu verbessern und mehr Menschen zu erreichen!

00:56:42: Alle wichtigen Infos findest Du wie immer in den Shownoten.

00:56:45: Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile den Podcast in deinen sozialen Netzwerken.

00:56:50: Gemeinsam können wir noch mehr Menschen für die Themen für Fesche und Nachhaltigkeit begeistern.

00:56:54: Danke dass du dabei warst, bleibt dran und bis zur nächsten Folge.

Über diesen Podcast

In dem Podcast „Fair Fashion Talk“ möchte ich alle Themen und Fragen rund um nachhaltige Mode beantworten und diskutieren.
In Gesprächen mit Experten, Organisationen und Fair Fashion Labels werde ich mich austauschen, um Dir detailliertes Hintergrundwissen geben zu können, um Erfahrungen mit Dir zu teilen und neue innovative Projekte vorzustellen.
Wie definiert man Fair Fashion und welche guten Gründe gibt es noch, um Fair Fashion zu unterstützen?
Welche Siegel können überzeugen und welchen Einfluss haben wir mit unserem Konsum auf Mensch und Umwelt?
Möchtest auch Du mehr Fair Fashion in Deinen Alltag mit einbinden, dann abonniere diesen Podcast und freue Dich auf die nächsten Folgen.

Weitere Infos findest Du hier auf www.fairfashiontalk.de

oder auf Instagram @fairfashiontalk_podcast

von und mit Sabine Paulsen

Abonnieren

Follow us