Fair Fashion Talk

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#101 - Sichtbar machen, was zählt: Mode und Menschlichkeit mit Claire Common

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Fair Fashion Talk - der Podcast über faire und nachhaltige Mode

Willkommen zu einer neuen Folge – einer Folge, die vielleicht ein bisschen mehr bewegt als sonst.
Denn heute geht es um etwas, das uns alle betrifft: um Emotionen, um Selbstwertgefühl und um die Frage, wie wir eigentlich auf andere Menschen schauen. Mit welcher Brille gehen wir durch die Welt – und wen übersehen wir dabei vielleicht jeden Tag?
Zu Gast ist heute Claire Common – Gründerin eines inklusiven Modelabels und Inklusionstrainerin. Claire nutzt Mode nicht einfach als Stilmittel, sondern als Sprache. Als Werkzeug, um sichtbar zu machen, was in unserer Gesellschaft oft unsichtbar bleibt und damit Emotionen auszulösen, die zum Nachdenken anregen.
Wir sprechen darüber, warum so viele Unternehmen von Inklusion reden – sie aber selten wirklich leben. Über Social Washing, fehlende Authentizität und darüber, warum echte Inklusion nicht in Hochglanzkampagnen entsteht, sondern im täglichen Miteinander.
Es geht um Menschen mit und ohne Behinderung. Um barrierefreie Räume – nicht nur physisch, sondern auch im Kopf. Um Berührungsängste, die häufig aus Unsicherheit entstehen. Und darum, warum genau hier Wissen den Unterschied macht. Denn, wie Claire sagt: Nicht die Angst ist das Problem – sondern das fehlende Wissen.
Wir schauen auf einen Arbeitsmarkt, der viele Menschen noch immer nicht sieht. Und stellen eine einfache, aber kraftvolle Frage: Was würde passieren, wenn wir anfangen, einander einfach als Menschen zu begegnen – ohne Schubladen, ohne Angst.
Diese Folge lädt dich ein, deinen Blick zu öffnen. Menschen mit einer menschlichen Brille zu sehen. Wirklich hinzuschauen.
Und ja – wir sprechen auch über Mode. Aber anders, als du vielleicht denkst: über adaptive versus inklusive Mode, über Kleidung, die nicht nur passt, sondern Teilhabe ermöglicht. Über Mode, die Selbstwertgefühl stärkt, wenn sie endlich alle mitdenkt.
Es geht um Sichtbarkeit. Um echte Begegnung. Und darum, warum du keine Angst haben musst, auf Menschen zuzugehen – sondern vielleicht einfach nur den ersten Schritt.

Viel Freude beim Hören – und ein kleiner Perspektivwechsel inklusive!

Links zu dieser Folge:

www.clairecommon.de

www.byclairecommon.de

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#100 - Lokal. Vernetzt. Fair – Textile Innovation aus Basel mit der Fair Fashion Factory

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Fair Fashion Talk - der Podcast über faire und nachhaltige Mode

Mode entsteht heute oft weit entfernt von den Menschen, die sie tragen – und genauso weit entfernt von Transparenz, fairen Bedingungen und nachhaltigen Kreisläufen. Doch was wäre, wenn Produktion wieder sichtbar, lokal und gemeinschaftlich gedacht wird? Basel hat eine stolze textile Geschichte. Wo einst gewebt, gefärbt und gestrickt wurde, ist heute kaum noch lokale Produktion zu finden. Genau hier setzt die Fair Fashion Factory an – mit der Vision, textile Produktion zurück in den urbanen Raum zu holen und eine neue, nachhaltige Produktionskultur in Basel zu etablieren.
Im Zentrum steht eine moderne Strickmaschine. Sie ermöglicht flexible, lokale und nachhaltige Textilproduktion – und ist gleichzeitig viel mehr als nur ein technisches Werkzeug. Sie wird zum Herzstück eines offenen Ortes, an dem Designer:innen, Labels, Studierende und textile Enthusiast:innen zusammenkommen. Ein Raum, in dem Wissen geteilt, experimentiert und gemeinsam produziert wird.
Mit handwerklichem Know-how, moderner Technologie und viel Engagement arbeiten die Menschen hinter der Fair Fashion Factory daran, Mode neu zu denken: transparenter, vernetzter und im Sinne eines geschlossenen Kreislaufs. Dabei geht es nicht nur um Produktion, sondern auch um Aufklärungsarbeit – darum sichtbar zu machen, wie Kleidung entsteht und welche Alternativen es zu Fast Fashion geben kann.
Die Projekte der Fair Fashion Factory entstehen aus konkreten Herausforderungen der Textilwirtschaft. Sie bringen Menschen, Kompetenzen und Perspektiven zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln – von der Sortierung gebrauchter Kleidung bis zur nachhaltigen Produktion mit innovativer Technik. Projekte werden dabei als Räume für Zusammenarbeit, Lernen und Wandel verstanden.
So entsteht ein textiles Ökosystem: ein Kompetenzzentrum, das traditionelles Handwerk mit modernen Textiltechnologien verbindet, neue Geschäftsmodelle erforscht und zirkuläre Prozesse, kurze Lieferketten und transparente Wertschöpfung fördert. Durch Workshops, Kooperationen und Bildungsarbeit wird textiles Wissen zugänglich gemacht und weitergegeben.
Die Fair Fashion Factory ist damit mehr als eine Produktionsstätte – sie ist ein Think Tank, ein Netzwerk-Hub und ein offener Raum für textile Innovationen in Basel.
Wie kann lokale Produktion gestärkt werden? Wie entstehen aus Zusammenarbeit neue Modelle für die Zukunft der Mode? Und welche Rolle spielen die Menschen hinter den Maschinen?
Darüber sprechen ich heute mit Ana von der Fair Fashion Factory aus Basel.

Links zu dieser Folge:

https://fairfashionfactory.ch/

https://www.fabric-loop.ch/

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#99 - Collective Action – Warum Veränderung mit Geschichten beginnt

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Manchmal reicht ein einziger Moment, um den Blick auf eine ganze Branche zu verändern. Für Carmen Maiwald, – Journalistin, Storytellerin und jemand, der weiß, wie wirksam gute Geschichten sein können, war das der Besuch in einer Textilfabrik in Portugal – ein Ort, an dem sie die Realität hinter den glänzenden Modekampagnen sah: Menschen, harte Arbeit, und die Frage, welchen Preis wir eigentlich für unseren Lebensstil zahlen.
Seitdem sucht Carmen in ihrer journalistischen Arbeit nach den wahren Geschichten – den leisen, ehrlichen, unbequemen. Sie hat gelernt, wie viel Macht in Sprache steckt, und wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit nicht als Trend zu begreifen, sondern als Verantwortung.
Gemeinsam tauchen wir heute ein in die Welt der Mode, der Kommunikation und der Verantwortung. Wir sprechen über die Fashion Revolution – eine Bewegung, deren Motto in diesem Jahr „Collective Action“ Carmen Maiwald als echten Hebel für Veränderung begreift. Denn Nachhaltigkeit ist keine Aufgabe für Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer, sondern beginnt genau dort, wo viele gemeinsam handeln.
In dieser Folge geht es um Greenwashing und echten Wandel – um die Frage, wie Worte Wirkung entfalten können und warum Transparenz so entscheidend ist. Collective Action bedeutet dabei nicht nur, sich gemeinsam stark zu machen, sondern auch, Verantwortung zu teilen und neue Wege zu gehen.
Und wir schauen nach vorn: auf die Zukunft der Fashion Revolution und auf die Rolle, die wir alle spielen können, wenn aus Bewusstsein Bewegung wird – und aus Bewegung Veränderung. Carmen hat es in unserem Gespräch so treffend gesagt – mit einem Zitat von Vivienne Westwood: „Buy less, choose well, make it last.“ Ein einfacher Satz, der so viel über Bewusstsein, Verantwortung und echten Wandel erzählt.

Links zu dieser Folge:

https://www.carmen-maiwald.de/

https://www.amnesty.de/journal/2026/wem-gehoeren-die-rohstoffe-bodenschaetze-und-menschenrechte#

https://www.ardmediathek.de/video/inside-secondhand-wo-deine-kleider-wirklich-landen/inside-secondhand-wo-deine-kleider-wirklich-landen/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMDQ2NzQ

https://www.fashionrevolutiongermany.de/events-2-1

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#98 - Klimaschutz braucht mehr als gute Absichten - Leo Fürst von ClimatePartner

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Fair Fashion Talk - der Podcast über faire und nachhaltige Mode

Klimaschutz braucht mehr als gute Absichten.
Er braucht Strategie. Mut, die vorhandenen Lösungen wirklich zu nutzen. Und konkrete Schritte.
Es geht um Transparenz – und um glaubwürdige Kommunikation.
Denn wir leben in einer Zeit, in der die Klimakrise längst keine Schlagzeile mehr ist, sondern Realität.
Für Unternehmen heißt das: Wegschauen ist keine Option mehr.
Transparenz ist kein „Nice-to-have“. Und Klimaschutz keine Imagekampagne.
Diese Episode ist eine Einladung, Verantwortung neu zu denken.
Ich spreche mit Leo Fürst von ClimatePartner darüber, wie Unternehmen ihren CO₂ Fußabdruck wirklich verstehen, systematisch reduzieren und Verantwortung für verbleibende Emissionen übernehmen können – auf dem Weg durch den Net Zero Cycle.
Wir reden über Strategien, die wirken. Über Strukturen, die Orientierung geben. Und über den Mut, ins Handeln zu kommen.
Über ganzheitlichen Klimaschutz, der messbar und kommunikativ stark ist.
Denn nur was wir transparent machen, können wir auch glaubwürdig erzählen.
Wir sprechen über Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte, über Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – und über Haltung.
Denn die Lösungen sind da.
Die Tools sind da.
Die Projekte sind da.
Was es jetzt braucht, ist Mut.
Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Mut, Emissionen nicht zu verstecken, sondern zu managen.
Mut, Klimaschutz als Teil der Unternehmensstrategie zu verstehen – nicht als Nebenschauplatz.
Diese Folge zeigt: Transformation ist machbar.
Strukturiert. Transparent. Und wirksam.
Wenn du wissen willst, wie Unternehmen ihren CO₂ Fußabdruck berechnen, reduzieren und glaubwürdig kommunizieren – dann bleib jetzt dran.

Links zu dieser Folge:

https://www.climatepartner.com/

https://ghgprotocol.org/

https://maxtex.eu/

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#97 - Forschung, Kreislaufwirtschaft, Service: So gestaltet MEWA nachhaltige Textilien

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Heute nehme ich euch mit hinter die Kulissen eines echten Pioniers – eines Familienunternehmens, das seit mehr als einem Jahrhundert Maßstäbe im nachhaltigen Textil-Service setzt und als Mitglied mit seiner Expertise unser MaxTex Netzwerk mitgestaltet.
Dabei begleiten mich heute zwei Gästinnen: Diana Wolf, die bei Mewa in der Umwelt- und Verfahrenstechnik tätig ist und dort die Forschungs- und Entwicklungsprojekte betreut, sowie Nicole Kiefer aus dem Team ökologische Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft.
Stellt euch vor: Alles begann im Jahr 1908 mit einem wiederverwendbaren Putztuch – und einer Idee, die die Textilwelt verändern sollte. Aus diesem einfachen Ansatz ist MEWA geworden, ein international agierendes Textildienstleistungsunternehmen mit Sitz in Wiesbaden. Seit über 100 Jahren denkt und handelt MEWA konsequent nachhaltig, mit dem Grundsatz „Nutzen statt Besitzen“, und bietet heute europaweit Betrieben aller Branchen einen echten Rundum-Service rund um Berufskleidung und textile Lösungen.
Als B2B-Dienstleister versorgt MEWA über 200 000 Unternehmen in rund 15 Ländern: von Arbeits- und Schutzbekleidung über industrielle Putztücher bis hin zu Fuß- und Ölauffangmatten. Und das Besondere? Diese Textilien kommen nicht nur an, sie werden regelmäßig abgeholt, hygienisch gewaschen, gepflegt, repariert und pünktlich zurückgebracht – alles mit zuverlässigen Prozessen, die sich exakt an den Bedürfnissen der Kunden orientieren.
Dabei geht es nicht um kurzfristige Lösungen, sondern um langfristige Partnerschaften. Innovation und Kundenservice stehen im Zentrum: von hochentwickelten, umweltfreundlichen Waschverfahren über digitale Services bis zu nachhaltigen Produktlinien, die Ressourcen schonen und Kunden echte Effizienz bringen. Stillstand ist für MEWA keine Option. Durch aktives Handeln, kontinuierliche Weiterentwicklung und eine stabile Lieferkette bleibt MEWA ein verlässlicher Partner für nachhaltige Textil-Services – heute und in Zukunft.
Taucht mit mir ein in die Welt von MEWA – wo Tradition auf Zukunft trifft und wo jedes Tuch mehr ist als nur Stoff. Es ist Ausdruck von Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt, von Verlässlichkeit, Innovationskraft und einem Serviceverständnis, das auf langfristige Partnerschaften setzt.

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#96 - Nachhaltigkeitskommunikation im Wandel mit Thomas Sommereisen

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Mit der Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EmpCo) steht Unternehmen in Europa ein tiefgreifender Wandel in der Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation bevor. Die Richtlinie ist Teil des EU Green Deal von 2019 und verfolgt ein klares Ziel: Greenwashing wirksam zu beenden. Verbraucher*innen sollen sich auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen verlassen können – sie müssen künftig verständlich, belegbar, vergleichbar und vor allem wahr sein. Unklare Labels, vage Umweltversprechen oder gut gemeinte, aber unbelegte Aussagen gehören damit der Vergangenheit an.
Bis Ende März muss die EmpCo in nationales Recht umgesetzt werden, ab September 2026 gilt sie verbindlich für alle Unternehmen. In Deutschland ist man bereits weiter: Die Umsetzung wurde noch vor Weihnachten verabschiedet. Auch wenn die Richtlinie formal noch nicht greift, ist das Thema längst Realität. Erste Klimaklagen auf Basis des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb zeigen, dass Unternehmen schon heute unter genauer Beobachtung stehen.
In der Podcast-Folge spreche ich darüber mit Thomas Sommereisen von Scholz & Friends Reputation. Gemeinsam ordnen wir ein, was genau hinter der EmpCo steckt, welche Anforderungen auf Unternehmen zukommen und warum Nachhaltigkeit nicht mehr einfach „mitkommuniziert“ werden kann. Thomas erklärt, worauf Unternehmen künftig bei Umweltaussagen achten müssen und weshalb Marketing-, Kommunikations- und Nachhaltigkeitsabteilungen enger zusammenarbeiten sollten – um nicht nur Greenwashing zu vermeiden, sondern auch Greenwishing und Greenhushing.
Zwar stehen bei der EmpCo vor allem Umweltaussagen im Fokus, doch glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation endet nicht beim Klima. Auch soziale Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen, verantwortungsvolle Lieferketten und gesellschaftliche Wirkung dürfen nicht in den Hintergrund rücken. Die Richtlinie ist damit kein Zukunftsthema mehr, sondern ein klarer Handlungsauftrag, Nachhaltigkeitsaussagen, Prozesse und Zuständigkeiten jetzt zu überprüfen.
Und auch an Konsument*innen richtet sich ein Appell: Hört genau hin, wenn Nachhaltigkeit versprochen wird. Fragt nach, bleibt kritisch und lasst euch nicht von wohlklingenden, aber leeren Aussagen überzeugen. Transparenz entsteht nicht nur durch Regeln – sondern auch durch Aufmerksamkeit.

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https://www.nachhaltigkeitsberatung-sfr.de/

https://www.siegelklarheit.de/

https://www.duh.de/informieren/verbraucherschutz/klimaneutral/

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#95 - Hoffnung als Ressource: Die Zukunft der Nachhaltigkeit mit Sinah Schlemmer

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Nachhaltigkeit – tot, überbewertet oder steckt gerade die Chance für eine echte Trendwende dahinter?
In dieser Folge spreche ich mit Sinah Schlemmer, Designerin und Gründerin von Studio Amaran Creative, die mit ihrer Upcycling-Mode zeigt, wie man Ressourcen nutzt, die bereits vorhanden sind – und die unglaublich schöne Geschichten erzählen. Sinah nimmt uns mit hinter die Kulissen ihrer kreativen Arbeit, erzählt von ihren Herausforderungen und wie sie es schafft, aus alten Materialien emotionale, hochwertige Kleidungsstücke zu machen.
Wir sprechen darüber, warum die Modeindustrie so problematisch ist: zu viel Müll, fehlende Qualität, konventionelle Kleidung, die zu billig ist, und Kaufentscheidungen, die oft nur aus Emotionen getroffen werden. Greenwashing hat das Vertrauen der Konsument*innen erschüttert, Regulierungen haben Nachhaltigkeit verkompliziert, und trotzdem entsteht Gegenwind, der eine Trendwende ankündigt.
Was muss geschehen, um nachhaltige Mode zugänglicher zu machen, welche politischen Entscheidungen müssten angepasst werden und sollten Unternehmen, die nachhaltig produzieren nicht eher belohnt als bestraft werden?
Aber Sinah macht Hoffnung: Second-Hand, Upcycling und kreative Nutzung vorhandener Ressourcen sind nicht nur ein Trend, sondern ein echter Weg, unsere Konsumwelt zu verändern.
Lasst uns also nicht warten – Veränderung liegt in unserer Hand, und jede kleine Entscheidung kann Teil einer echten Trendwende sein.
Eine Folge über Kreativität, Mut – und die Kraft, wirklich etwas zu bewegen, Stück für Stück, Kleidungsstück für Kleidungsstück.

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https://www.amarancreative.com/

https://www.amarancreative.com/shop/pieces/amaran-lebenstexturen-textures-of-life

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#94 - Reuse, Recycle, Rethink: Cibutex und die Transformation einer Branche

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Auch in dieser Folge begrüße ich ein Mitglied von MaxTex – Cibutex aus den Niederlanden. Da unser Gespräch mit meinem heutigen Gast auf Englisch stattfand, wurde die Episode vollständig in englischer Sprache aufgenommen. Ich spreche mit Eli Vlessing, der uns spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Cibutex gibt und erläutert, mit welcher Vision das Unternehmen angetreten ist. Schon zu Beginn unseres Austauschs wird deutlich, dass lineare Geschäftsmodelle längst an ihre Grenzen gestoßen sind. Die Zukunft gehört kreislauffähigen, ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Geschäftsmodellen. Angesichts der verschärfenden Abfallproblematik und der enormen Überproduktion von Textilien braucht es dringend neue Lösungen – Lösungen, die auf Zusammenarbeit statt auf Konkurrenz setzen. Eli erklärt, wie Cibutex genau hier ansetzt: Wir erfahren, welche Prozesse nötig sind, um gebrauchte Textilien in den Kreislauf zurückzuführen, welche Materialarten sich besonders gut für das Recycling eignen und welche innovativen Pilotprojekte bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Einige dieser Projekte zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial recycelte Materialien für die Textilindustrie bieten.
In den Niederlanden und in Frankreich ist die sogenannte EPR – die erweiterte Herstellerverantwortung – bereits gesetzlich verankert. Doch auch andere EU-Mitgliedsstaaten werden sich zeitnah mit der Einführung effizienter Systeme auseinandersetzen müssen. Warum also das Rad neu erfinden, wenn Cibutex mit seinem kooperativen Ansatz vielleicht sogar als Blaupause für andere Länder dienen kann?
Unser Gespräch hat einmal mehr gezeigt, wie dringend wir einen kollektiven Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft brauchen. Es geht nicht nur darum, den Wandel zu erkennen, sondern ihn aktiv zu gestalten und mutig voranzutreiben.
Initiativen wie MaxTex und Cibutex setzen genau hier an: Sie bündeln Kräfte, schaffen eine lautere und stärkere gemeinsame Stimme und machen deutlich, wie wichtig Zusammenarbeit für die Zukunft der Textilbranche ist. Diese Art von Kooperation ist ein entscheidender Schritt, um nachhaltige Veränderungen nicht nur zu denken, sondern auch umzusetzen.

Links zu dieser Folge:

https://www.cibutex.eco/de/

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#93 - Greiff Mode: Beständige Werte in der Textilbranche

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Greiff Mode gehört nicht nur zu den Gründungsmitgliedern von dem Verband MaxTex, sondern steht auch für Beständigkeit, Leidenschaft und Menschlichkeit – Werte, die das Unternehmen seit Jahrzehnten prägen. In dieser Folge spreche ich mit Nicole Wagner, CSR- und Nachhaltigkeitsmanagerin, über die besondere Geschichte von Greiff, die auf Menschen gebaut ist: auf Mitarbeitende, die zusammen mit dem Unternehmen als Kriegsflüchtlinge in Bamberg neu begonnen haben. Diese Haltung zeigt sich bis heute in langlebigen, strapazierfähigen Kollektionen für Berufsbekleidung. Statt schnelllebigen Trends hinterherzujagen, setzt Greiff bewusst auf ein anderes Tempo – auf Qualität, Verantwortung und echte Nachhaltigkeit in der Textilwelt. Nicole verrät, für welche Zertifizierungen und Standards sich Greiff entschieden hat, welche wichtige Rolle die Kundschaft und selbstverständlich die Mitarbeitenden spielen und welche Aufgaben rund um das Thema Kreislaufwirtschaft noch auf ihrer Liste stehen. Viele der Themen, die Nicole in ihrer Arbeit antreiben, sind auch mir nur allzu vertraut – besonders, wenn es um Beständigkeit, Verantwortung und nachhaltige Entwicklung im Alltag und im Beruf geht.
Wieder einmal wird klar, wie wertvoll es ist, sich mit anderen Menschen auszutauschen – um zu merken, dass man mit seinen Gedanken und Herausforderungen nicht allein ist. Das gemeinsame Nachdenken über Nachhaltigkeit und Wandel hat unglaublich viel Freude gemacht – und gezeigt, wie viel Kraft in echtem, offenem Austausch steckt.

Links zu dieser Folge:

https://greiff.de/

https://sustify.org/de/

https://www.amfori.org/de/amfori-bsci/

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#92 - Digitale Wahrheiten: Wenn Produkte sprechen könnten …

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Fair Fashion Talk - der Podcast über faire und nachhaltige Mode

Heute spreche ich mit Robin Cornelius, Gründer von Product DNA, einem Schweizer MaxTex-Mitglied und Vorreiter für Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette. Sein klares Leitmotiv lautet: „You’ve the right to know“ – denn Konsumentinnen und Konsumenten haben das Recht auf vollständige, objektive und überprüfbare Informationen über ein Produkt. Und zwar nicht nur beim Kauf, sondern davor und danach.
Dabei sieht Robin gesetzliche Vorgaben nicht als Hindernis, sondern als wertvolle Unterstützung – insbesondere im Zusammenhang mit dem digitalen Produktpass. Für ihn bedeutet Verantwortung, global und langfristig zu denken und Transparenz zur täglichen Praxis zu machen. Greenwashing hat dabei keinen Platz.
Im Zentrum von Product DNA stehen zwei Lösungen: respect-SaaS, eine Software zur Kontrolle der Produktion und Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit, sowie respect-Code, eine Plattform, die Verbraucher:innen alle relevanten Produktinformationen offen zugänglich macht. Robins Haltung ist klar: Nicht Daten sind der Schlüssel, sondern der Mensch – der Kunde steht im Mittelpunkt.
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, Lieferanten zur Offenlegung ihrer Daten zu bewegen. Doch nur wenn jede Stufe der Lieferkette nachvollziehbar ist, lässt sich die tatsächliche Qualität und Integrität eines Produkts bewerten. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften wollen, sollten Transparenz nicht als Pflicht, sondern als Investition in die Zukunft verstehen.
Product DNA begleitet Marken und Hersteller dabei, Schritt für Schritt alle relevanten Informationen zu erfassen und sichtbar zu machen – mit Respekt, Integrität und der Überzeugung, dass jedes Produkt seine Geschichte erzählen sollte.

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Über diesen Podcast

In dem Podcast „Fair Fashion Talk“ möchte ich alle Themen und Fragen rund um nachhaltige Mode beantworten und diskutieren.
In Gesprächen mit Experten, Organisationen und Fair Fashion Labels werde ich mich austauschen, um Dir detailliertes Hintergrundwissen geben zu können, um Erfahrungen mit Dir zu teilen und neue innovative Projekte vorzustellen.
Wie definiert man Fair Fashion und welche guten Gründe gibt es noch, um Fair Fashion zu unterstützen?
Welche Siegel können überzeugen und welchen Einfluss haben wir mit unserem Konsum auf Mensch und Umwelt?
Möchtest auch Du mehr Fair Fashion in Deinen Alltag mit einbinden, dann abonniere diesen Podcast und freue Dich auf die nächsten Folgen.

Weitere Infos findest Du hier auf www.fairfashiontalk.de

oder auf Instagram @fairfashiontalk_podcast

von und mit Sabine Paulsen

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