00:00:00: Wir haben den Anspruch mehr zu sein als, wir nennen es modern compliant also mehr als gesetzeskonform.
00:00:09: Wir warten nicht darauf, dass die Entscheidungen getroffen werden.
00:00:12: Wir nehmen die Ankündigungen schon als Aufforderung daran zur Arbeit.
00:00:20: Letztendlich geht das ja nicht darum was wir alles vorgeschrieben kriegen letztendlich wie wir als Unternehmen Verantwortung für das übernehmen können, was wir produzieren.
00:01:02: In diesem Podcast sprechen wir unter
00:01:07: anderem über die
00:01:08: Herausforderungen, Entwicklungen
00:01:10: und Chancen im Modebranche.
00:01:11: Stellen inspirierende Projekte vor
00:01:13: und zeigen wie wir durch bewusste Kaufentscheidung einen Unterschied machen können.
00:01:17: Ganz gleich ob du gerade
00:01:18: erst in das Thema einsteigst, wo du schon ein echter
00:01:20: Profi bist!
00:01:21: Hier gibt es interessante Einblicke und neue Perspektiven.
00:01:25: Freu dich auf intensive Gespräche mit Expertinnen und Faszinierenden Geschichten und lass uns gemeinsam Einblick auf die Mode von morgen
00:01:31: werden – fair,
00:01:33: nachhaltiger und verantwortungsbewusster.
00:01:35: Mein Ziel ist es dich
00:01:36: zu inspirieren, zu motivieren
00:01:38: und dir wertvolle Impulse zu geben.
00:01:41: In der heutigen Folge werfen wir mal wieder einen Blick auf die Textilbranche im Bereich Berufs- und Arbeitsbekleidung – und in diesem Zusammenhang natürlich auch ein weiteres Maxtex-Mitglied!
00:01:50: Mein Gast ist Katja Schwertfeger, Market Director Faus bei Kentower.
00:01:55: das dänische Unternehmen entwickelt und produziert Berufsbekleiding für Branche wie Pflege, Gastronomie & Lebensmittelhandel mit einem klaren
00:02:02: Fokus auf Funktionalität,
00:02:03: Langelebigkeit und nachhaltige Innovationen.
00:02:06: Dabei spielt bei Cantower insbesondere der Leitgedanke made for people ein zentrale Rolle.
00:02:12: Es geht darum Arbeitskleidung konsequent aus der Perspektive der Menschen zu denken die sie täglich tragen um gleichzeitig ökologische sowie soziale Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette mitzudenken.
00:02:25: Wir sprechen darüber warum Nachhaltigkeit längst mehr sein muss als reine Gesetzeskonformität welche Herausforderungen, recycelte
00:02:33: Materialien und textile Kreisläufe mit sich bringen und warum die Arbeitsbekleidungsbranche in vielen Bereichen bereits ein Teil
00:02:39: der Lösung ist.
00:02:41: Im Gespräch
00:02:41: geht es
00:02:42: um die Besonderheiten von
00:02:43: Workwear – Die steigenden Anforderung an Funktionalität kommt vor Nachhaltigkeit
00:02:48: sowie um die Frage
00:02:48: wie Kreislaufwirtschaft neue Materialen in der Praxis
00:02:51: gelingen können.
00:02:53: Außerdem erfahren wir, was die
00:02:54: dänische Unternehmenskultur
00:02:55: prägt neben dem
00:02:56: Begriff Hückel.
00:02:57: Wie Kenntower an Themen wie Echo Design, Transparenz und den digitalen Produktpass herangeht und warum der Dialog entlang der gesamten Wertschöpfungskette wichtiger ist denn je!
00:03:07: Ich wünsche euch viele
00:03:08: spannende Erkenntnisse und gute Unterhaltungen bei diesem Gespräch.
00:03:15: Hallo Katja, herzlich willkommen zu meinem Podcast for Fashion Talk.
00:03:18: Schön dass du da bist.
00:03:20: Hallo Sabine, danke für die Einladung.
00:03:22: Ich habe mich gefreut!
00:03:23: Ja ich mich auch und endlich haben wir es hingekriegt.
00:03:26: Du bist ja nicht immer irgendwie unter Stress um so viel zu tun aber jetzt möchte ich sich erst mal bitten dass du dich einmal vorstellst wer du bist und was du so machst?
00:03:35: Mein Name ist Katja Schwertveger.
00:03:37: Ich arbeite als Market Director South bei der Firma Kentower in Dänemark.
00:03:42: Ich bin seit über twenty-fünf Jahren, oder auch sogar mehr hier angestellt.
00:03:47: Ich war zu vierzehn damals als ich anfing.
00:03:50: Kentower macht leichte Berufsbekleidungen mit Fokus auf Textilserviceunternehmen und ja, ich bin da für den Textilservicemark südlich der deutsch-stehnischen Grenze zuständig!
00:04:04: Ja, wahrscheinlich Kenntower kennen würde ich mal jetzt behaupten gar nicht so viele denke ich von den Zuhörer in.
00:04:09: Aber dafür haben wir die Folge damit sie Kenntauer jetzt auch ein bisschen näher kennenlernen.
00:04:13: und Kenntau ist ja auch ein
00:04:14: Max-Textmitglied.
00:04:16: Und
00:04:17: wenn du Kenntaur beschreiben müsstest in drei Wörtern wie würdest Du Kenntour beschreiben?
00:04:24: Also ich erfasse mich ja ungern immer kurz Hätte ja eigentlich gerne fünf Wörter.
00:04:32: Okay, auf
00:04:32: vier können wir uns einigen.
00:04:34: Unser Markenversprechen ist ja madeforpeople.atwork und dieses made for people das ist eigentlich das was uns am besten beschreibt für uns die hier arbeiten.
00:04:48: es is made for People weil Kindhau wirklich ein ganz fantastischer Arbeitgeber ist.
00:04:53: Wir sind sehr familiär in unserer Struktur.
00:04:57: viele von uns sind ja schon seit Ewigkeiten dabei.
00:05:00: Made for People, aber auch weil das was wir machen für die Textilservice-Unternehmen.
00:05:06: Die Mitarbeiter, die dort sich für uns entscheiden vertrauen geben soll und dass wir sie in ihren Anforderungen treffen.
00:05:16: Und zu guter Let's Make For People.
00:05:18: ja eben!
00:05:19: die Träger, die draußen am Markt, ob es jetzt in der Pflege oder in der Gastronomie oder auch in den Supermärkten, all die, die wir einkleiden.
00:05:31: Für die haben wir natürlich eine ganz klare Agenda also made for people ist.
00:05:38: wenn es nur drei Wörter sein dürfen dann sind sie.
00:05:42: Ja, die passen doch auch super!
00:05:45: bis jetzt auch eben gerade schon auf die Branchen eingegangen, Lebensmittelpflege Gastronomie.
00:05:50: Kannst du da mal so ein bisschen beschreiben was da eigentlich die unterschiedlichen Anforderungen sind oder worauf müsst ihr da achten wenn dir da etwas Spezielles entwickelt?
00:06:02: Also Grundsätzlich sind die Anforderungen gar nicht mal so ungleich.
00:06:07: Natürlich gibt es Segmente, wo die Hygienezertifikate eine Rolle spielen aber so an in Sachen Funktionalität also Funktionalität und Komfort- und Bewegungsfreiheit.
00:06:22: Und all diese Sachen sind heutzutage mehr oder weniger license to operate, also ohne die müssen wir gar nicht antanzen.
00:06:30: Das was wir immer mehr merken ist zum Glück dass auch die Inkunden nach den richtigen Zertifikaten fragen.
00:06:39: Sie fragen auch nach recycelten Materialien Auch wenn es wie soll ich sagen noch gar nicht auf so auf so einem großen Informationsniveau baut, aber sie wissen schon etwas darüber das die Textilbranche jetzt nicht gerade zu den sauberen Branchen gehört.
00:07:02: Dass wir natürlich auch unsere Verantwortung tragen müssen in dem was wir produzieren.
00:07:07: also kurz gesagt wir merken schon dass die Endkunden mehr in Richtung Nachhaltigkeit und ESG-Konformität drehen.
00:07:22: Wenn du sagst, Endkunde, dann meinst du ja eher so, wahrscheinlich Krankenhäuser, Pflegeheime, Hotels-, Gaststätten gar nicht den Entverbraucher der noch mal dahinter eigentlich ist?
00:07:38: Man nennt es ja B to B, also Business-to-Businesschef.
00:07:43: Das muss man glaube ich dann auch mal noch sehen.
00:07:45: Also die haben vielleicht dann auch tatsächlich noch so ein anderes Verständnis dafür weil grundsätzlich habe... Ich hab momentan leider wieder das Gefühl dass das Thema Nachhaltigkeit beim Endverbraucher bei der Endverbrocherin ein bisschen hinten über fällt wenn man so Richtung Chien und Themo und so guckt.
00:08:02: Vielleicht ist es in dem Bereich tatsächlich echt anders?
00:08:06: Naja, das sind ja nun auch Unternehmen die letztendlich berichten müssen.
00:08:12: Die haben ja auch ihre ESG-Reports je nachdem wie groß die Unternehmen sind, die sie letztendlichen einreichen müssen.
00:08:21: und ich sage es mal so... Das meinte ich mit dem was ich vorher sagte, mit dem Informationsniveau.
00:08:27: für viele ist das Phänomen Recycle des Polyester in der Bekleidung ja schon ein ganz großer Wow-Effekt, wo aus unserer Sicht, obwohl wir es auch natürlich einsetzen vertreten wie er da Meinung dass Recycle das Polyester sollte am liebsten eine Flasche bleiben wenn wir's aus Flaschen gewonnen haben.
00:08:51: und das ist es ja nun mal was wir tun.
00:08:54: Aber da wir noch keine andere Alternative haben Beste, was wir leisten können.
00:09:00: Der nächste Schritt geht ja ins Textile-to-Textile Recycling aber wir haben auch gemeinsam eine Riesenaufgabe.
00:09:09: also sprich wir als Konfektionäre die GWB Hersteller, die Recycler aber auch aus unserer Sicht die Textilservice Unternehmen den Entscheidungsträgern in den Pflegeheimen oder bei den Retailern, oder in den Hotels.
00:09:28: Oder bei den Catering zu erklären, welche Möglichkeiten Sie heute zutage haben?
00:09:33: Und das ist glaube ich auch so super wichtig diese Aufklärungsarbeit und diese Kommunikation immer wieder dass... Ich glaube da sage ich auch irgendwie in jedem Podcast gefühlt, dass man immer wieder das erklären muss bis es wirklich angekommen ist, man es richtig verstanden hat und auch was nicht akzeptiert hat aber vielleicht auch dafür bereit ist gerade auch so für recycelte Produkte.
00:10:00: Vielleicht dann auch mal cent mehr irgendwie zu zahlen weil das einfach sinnvoll ist.
00:10:06: also dass immer noch auch glaube ich trotzdem leider auch immer noch die Krux nachhaltigkeit versus preisangeboten.
00:10:14: Also wir haben uns ja entschieden trotz dem die EU ein bisschen auf die Bremse gegangen ist, alles hat sich so ein bisschen verzögert.
00:10:22: Wir haben den Anspruch mehr zu sein als... wir nennen es modern compliant also mehr als gesetzeskonformen.
00:10:31: Wir warten nicht darauf, dass die Entscheidungen getroffen werden.
00:10:34: Wir nehmen die Ankündigungen schon als Aufforderung daran zu arbeiten.
00:10:42: oder wie kann ich das am besten erklären?
00:10:44: Weil letztendlich geht es ja nicht darum, was wir alles vorgeschrieben kriegen.
00:10:49: Letzt endlich geht es da drum, wie wir als Unternehmen Verantwortung für das übernehmen können, was Wir produzieren und in die Welt hinaus schicken.
00:11:01: Und dann müssen wir nicht auf Gesetze warten.
00:11:05: Wir können uns von ihnen inspirieren lassen auch schon bevor sie wie soll ich sagen, entschieden worden sind.
00:11:11: und den Weg sind wir gegangen.
00:11:14: Das kostet natürlich Geld!
00:11:16: Wir haben vier junge Menschen angestellt in unserer ESG-Abteilung die sich ausschließlich mit den EU-Gesetzen kommen werden, die schon da sind auseinandersetzen aber auch natürlich die alternative Materialien suchen die wir in Zukunft einsetzen können.
00:11:39: und Textil zu Textil ist nur eines der größeren Projekte an denen wir im Moment arbeiten.
00:11:46: Ja, glaube ich.
00:11:47: Ich denke auch tatsächlich wenn man trotzdem weiter daran habe ohne sich jetzt nur an die Regularien zu hängen oder daran zu orientieren hat man am Ende ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen bin ich immer noch überzeugt davon und vor allem wenn man es dann nicht so unter so einem Druck macht dann kann man das ja auch alles viel, viel besser bearbeiten.
00:12:09: Und ich glaube eigentlich die Eurigularien sind ja auch eher für die Unternehmen, die halt nichts machen damit sie endlich so ein bisschen in die Not kommen und sich auch in die Richtung zu orientieren.
00:12:18: Es ist natürlich für die Unternehmer, die sowieso nachhaltig arbeiten und auch schon berichten.
00:12:24: es ist natürlich so ein bißchen.
00:12:27: da werden noch mal ein paar Steine finde ich extra in den Weg gelegt.
00:12:31: Die haben's eigentlich nicht verdient weil Sie ja eh schon so arbeiten.
00:12:36: Gut, das ist nochmal so ein anderes kompliziertes Thema immer mit den Regularien.
00:12:40: Das nervt glaube ich alle Unternehmen so ein bisschen.
00:12:43: aber ich glaub auch so wie du sagst wenn man sich davon freimacht danach zu gehen dann kann man viel viel besser damit umgehen.
00:12:51: Ja weil es muss ein Teil der UnternehmensDNA sein und nicht nur etwas was irgendwo auf dem Blattpapier spielt.
00:12:59: absolut
00:13:00: dass ja danach arbeiten wir ganz gut.
00:13:04: Ja toll.
00:13:05: Und Kentower gibt es ja tatsächlich auch schon seit neunzehntneunzig.
00:13:10: und würdest du denn sagen von der ursprünglichen Vision, mit der Kentauer damals gestartet ist wie hat die sich weiterentwickelt?
00:13:19: oder hattet ihr damals schon solche Ziele wo ihr gesagt habt okay wir sind wirklich Richtung Nachhaltigkeit schon sehr stark zukunftsorientiert?
00:13:29: Hat sich da irgendwas geändert im Laufe der Jahre?
00:13:33: Also, was sich nicht geändert hat ist unser stringenter Fokus auf Textilservice.
00:13:43: Das war schon vom ersten Moment an unser Geschäftsmodell wenn ich das so sagen kann.
00:13:49: Ich bin ja ein paar Jahre später erst ins Unternehmen gekommen aber schon damals waren die Textilservicenunternehmen unsere Hauptkundschaft, wenn man das so sagen kann.
00:14:00: Und damals fing ja alles an mit rein weißer Bekleidung.
00:14:03: Wenn es mal ganz wild hergehen sollte war auch mein grüner und blauer Besatz.
00:14:06: Das war's!
00:14:08: Die Trends haben sich natürlich geändert.
00:14:10: Dadurch dass wir ein skandinavisches Unternehmen sind, sind wir von uns selber etwas inspiriert in Sachen Fäschchen.
00:14:19: Da gucken wir natürlich auch was macht die Modewelt?
00:14:26: damit auch richtig gut südlich der deutsch-dehnischen Grenze, also Deutschland ist bei weitem unser größter Markt landen können.
00:14:36: Das heißt Textilservice ist nach wie vor unser größtes Geschäft wobei wir auch global gesehen einen Händlermarkt bedienen.
00:14:48: aber wir bleiben unserer Sache treu eben die Wäschereien.
00:14:53: Alles was wir tun, alles was wir anfassen muss für Textilservice Sinn machen.
00:14:58: ansonsten fassen wir es nicht an.
00:15:01: Nachhaltigkeit unsere ganze Nachhaltigkeitsstrategie wurde eigentlich erst im Jahr zwei Tausend und vierzehn definiert.
00:15:10: Wir haben vorher schon etwas damit gearbeitet dadurch dass die ganzen skandinavischen Ausschreibungen schon etwas in Richtung, dass wir mehr Verantwortung dafür übernehmen sollen was wir in die Welt setzen.
00:15:26: Beinhalteten.
00:15:28: aber so richtig losgelegt haben wir erst seit entweder im Jahr zwei Tausend vierzehn oder zweitausend sechzehn das erster zu kam.
00:15:36: okay und du hattest eben schon genau eurer dänische Kultur die Dänisch-Mode Trends irgendwie ein bisschen angesprochen.
00:15:44: gibt es denn auch tatsächlich irgendwie eine typisch dänische Unternehmenskultur, die sich von der deutschen Kultur unterscheidet und die euch vielleicht ein bisschen besonders auch macht?
00:15:55: Also das ist natürlich etwas schwer für mich zu sagen weil ich noch nie in einem deutschen Unternehmen wollte.
00:16:02: Wenn ich also wenn ich auf etwas zeigen sollte dann ist es natürlich dass wir haben keine merkbare Hierarchie familiäre und informelle Atmosphäre, aber wenn ich bei deutschen Kunden bin in gleiche Größenorten fühle ich das eigentlich ähnlich.
00:16:25: Wir legen sehr viel Wert darauf dass wir mit unseren Kunden auch mit unseren Lieferanten in Augenhöhe bleiben Und wir nennen das, das ist ein Wert den wir haben.
00:16:39: Wir nennen ihn eigentlich Danish at heart global in mind gemeint unsere dänische Geschäftsethik und dieses da dass wir gerne im Augenhöhe sind mit unseren Kunden und Lieferanten.
00:16:52: Das ist eine ganz ganz wichtige Sache für uns.
00:16:56: umgekehrt.
00:16:57: wir arbeiten global mit einem sehr großen Lieferanten-Netz zusammen und haben auch Kunden in der ganzen Welt.
00:17:05: Natürlich müssen auch wir weitsichtig sein und uns auf andere Kulturen einstellen, aber unsere dänische Geschäftspolitik, dieses Dänisch at heart das ist uns unglaublich wichtig.
00:17:20: Ja, das klingt auch toll.
00:17:21: ich meine dass... Ich weiß nicht, der Ruf eilt ja glaube ich auch so ein bisschen Dänemark voraus.
00:17:27: In Deutschland wird das ja immer gerne mit dem Begriff Hüge dann ja auch so kommuniziert und so.
00:17:33: Wahrscheinlich ist das in Dänemark eigentlich gar nicht so gebraucht der Begriff, oder?
00:17:40: Weil wir gerne hüben.
00:17:46: Aber eine deutsche Kundin, die mich hier letzte Woche besuchte, sie brauchte einen Begriff und ich hatte den noch nie vorher gehört.
00:17:54: Sie sagte immer wenn ich in Dänemark bin dann fühle ich ihr seid so unaufgerecht Und vielleicht ist es eigentlich das was
00:18:03: uns
00:18:03: am meisten trifft.
00:18:06: Ich finde zurückgelehnt ist nicht das richtige Wort weil wir sind schon ziemlich oft zack und Entspanntheit in Anführungszeichen darf nicht mit Unprofessionalität oder Faulheit verglichen werden.
00:18:25: Aber wir sind etwas unaufgerechter, wir sind ein bisschen entspannter und ein bisschen ...
00:18:32: Ja ich hätte noch gesagt gemütlicher aber Das passt auch nicht so ganz.
00:18:36: Ist unaufgeregt, das finde ich ganz schön.
00:18:38: die Beschreibung ja.
00:18:40: Ja, da stimmt also ein bisschen mehr Leichtigkeit ist einfach auch bei euch.
00:18:47: Man sagt ja auch immer finde ich so ein bisschen genau wenn man Richtung Thema Nachhaltigkeit guckt.
00:18:52: Sagt man ja auch mal Skandinavien?
00:18:54: Die sind ja auch schon richtig weit.
00:18:57: Siehst du das für dich persönlich auch dass ihr wirklich so ein wenig auch Vorreiter in Nachhaltigkeitsaktivitäten seid?
00:19:09: Wir sind früher mit angefangen, wie ich auch sagte.
00:19:12: Dadurch dass wir beliefern ja den dänischen Pflegemarkt über die großen kommunalen Ausschreibungen.
00:19:21: Der dänische Pflegemarkt ist verstaatlicht und das heißt wenn eine Kommune mit ein paar tausend Mitarbeitern in der Pflege neue Bekleidung bekommen soll, denn wird das in einer Ausschreibung definiert und dann dürfen alle mit anbieten.
00:19:37: Mit den Textilservice-Unternehmen Und dort hat das Thema Nachhaltigkeit sehr früh auch ein Gewicht gefunden.
00:19:45: Das ist ja immer Qualität, Design, Preis und so ein paar andere Parameter und da merken wir ganz klar dass das Parameter nachhaltigkeits immer stärker wird.
00:19:58: Und jetzt gehen sie ja schon dahin, wo Sie definieren wie viel recyceltes Material in der Bekleidung drin sein soll und man munkelt dass in Zukunft könnten sie auch auf den Gedanken kommen zu definieren das Gebrauchkleidungen eingesetzt werden soll so ein bisschen prozentualen sein.
00:20:20: Das ist natürlich nicht so positiv für unser Geschäftsmodell, aber das ist wirklich spannend und auch der richtige Weg zu
00:20:33: gehen.
00:20:36: Insgesamt im Arbeitsbekleidungsbereich hat man sowieso schon die Kreislaufwirtschaftsmodelle des BLEIN und Meetings und Wiederverwenden
00:20:47: benutzt.
00:20:49: Also von daher ist das ja eigentlich da schon ein Standard.
00:20:52: Das war, würde ich jetzt mal so sagen fast eine Frage der Zeiten und dass es dann bei den öffentlichen Ausschreibungen auch ankommt.
00:20:58: In Deutschland ist es halt tatsächlich meiner Meinung nach immer noch nicht soweit.
00:21:03: Es rückt jetzt so langsam nach, dass die Nachhaltigkeitsanforderung da auch etwas fester gezucht werden.
00:21:12: Dann ist nach wie vor immer noch das Preisthema leider im Vordergrund.
00:21:17: Da müsste man sich, glaube ich dann nochmal so ein bisschen einigen.
00:21:20: Das hatten wir neugierig.
00:21:21: auch wieder das Thema dass man eigentlich für nachhaltige Produkte die anders bepreisen müsste auch vielleicht eine andere Steuer wie berücksichtigen sollte damit man dafür einfach eine Chance hat die dann auch wirklich auf den Markt zu bringen.
00:21:36: Ja es ist diese riesen Herausforderung.
00:21:39: Also zum Beispiel recycelte Materialien oder verantwortungsbewusstere Materialien dürfen kein Premium-Label kriegen.
00:21:51: Es ist eigentlich fehlen uns die nötigen Value Propositions, also die wichtigen wie richtigen Argumente warum es letztendlich... für den Kunden teurer sein soll.
00:22:06: Und auch da müssen wir gemeinsam dran arbeiten, das ist ein riesen Gap was eigentlich der komplette Showstopper für alles ist weil wenn wir nicht den Abfluss, sagt man das also den den Propfen aus der Badewanne kriegen dass die Ware auch über die Tegel reichen können und dass der Kunde findet und realistisches Preis-Leistungsverhältnis sieht, weil momentan stehen wir ja mit zwei Herausforderungen.
00:22:38: Das recycelte Material ist gut aber je nachdem wie viel recycelt es also textile to textile recycletes Material du reintust wirst du im Vergleich zu virgin material immer eine schlechtere performance heute noch haben dadurch dass die Faserlänge, die Stablänge etwas kürzer ist.
00:23:03: Aber wir arbeiten an mehreren Projekten um das irgendwie zu optimieren.
00:23:12: aber wir brauchen in irgendeiner Form Hilfe dazu diese Value Propositions zu finden dass der Kunde auch versteht was er letztendlich kauft.
00:23:23: absolut würdest du ihm sagen also genau preis Politikpreisthema.
00:23:29: Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung, wenn es um nachhaltige Materialien, nachhaltig Lieferkette nachher in Produkten geht.
00:23:38: Welchen Herausforderungen müsst ihr euch sonst noch so empfehlen?
00:23:42: Stellen, wenn ihr eure Lieferkette aufstellt und wenn ihr überhaupt vielleicht auch neue nachhaltigen Materialien oder Produkte nachdenkt, habt ihr da irgendwie ein paar typische Payment Points?
00:23:57: Das ist immer anstrengend am Anfang.
00:24:00: Es ist immer angestrengt, neue oder es ist auf jeden Fall spannend aber auch angestrend und langartig für uns neue Materialien einzusaußen in unser Unternehmen weil wir eben an Textilservice liefern.
00:24:16: Es muss industriell waschbar sein!
00:24:19: Es muss die gleiche Reisfestigkeit, Reibfestigkeit und Farbstabilität liefern können wie ein Virgin-Produkt.
00:24:29: Und deshalb, wir sind ja im Moment an einem richtigen spannenden Projekt dran das wir auch auf der Aptos A letztes Jahr vorgestellt haben mit einem Gewebe wo bis zu seventy fünf Prozent Recycle des Material drin ist.
00:24:46: aber Ich meine, die A plus A war im November.
00:24:49: Jetzt haben wir Juni und wir sind noch nicht am Ziel mit Fertig-Testen.
00:24:54: Wir sind optimistisch und es wird auch sicherlich funktionieren aber wir mussten ein paar Ehrenrunden drehen weil wir ansonsten nicht die gleiche Qualität garantieren können wie wenn wir einen Virgin Material auf den Markt bringen.
00:25:10: Und das ist das was eigentlich immer wieder eine Herausforderung ist.
00:25:15: Aber wir haben Viele andere Sachen, die wir im Moment schon vermarktet sind.
00:25:21: Wir haben zum Beispiel das Thema Cyclotechnology in so einer Stretch-Qualität.
00:25:30: Das ist ein Add on was in den Poliersterfasern mit drin ist.
00:25:39: Ciclo soll bewerten dass bei der Wäsche entsteht ja oft die Absonderung von Mikroplast.
00:25:49: Also wenn du Polyester wäscht, dann besondert sich Mikro-Plast ab das Gerät ins Grundwasser.
00:25:55: oder wenn das Teil irgendwo auf eine Mühltiponie Gott bewahre landet was es ja nicht soll Dann hat Zyklo die Eigenschaft das Mikro Plast zu zersetzen.
00:26:11: Normalerweise wenn Zyklon nicht Ein Erdnwerb würde es Jahre dauern, sowas zu zersetzen in der Natur oder im Grundwasser.
00:26:20: Aber dank Zyklow dauert es ähnlich lange wie wenn man ein Wollprodukt wäscht oder sich ein Wohlprodukt zersetzt soll.
00:26:33: und das sind natürlich so Neuerfindungen die unglaublich spannend sind auch für uns.
00:26:40: Jürgen, du sagst es eben, das ist ein polyester Stretch Material ja gar nicht.
00:26:45: Also braucht ihr kein Elastane extra dann in der Qualität oder?
00:26:51: In dem Produkt ist tatsächlich ein mechanischer Stretch.
00:26:55: Ja genau!
00:26:59: eine Neuentwicklung.
00:27:01: Ja, aber dadurch spart ihr euch dann ja auch wieder eine weitere Komponente in dem Material.
00:27:06: Dadurch kannst du auch dann wieder leichter recycelt werden ohne Elastan halt und das ist ganz spannend.
00:27:12: Und das jetzt wo Du das sagst.
00:27:14: also wir Design, Eco-Design is ja auch ein ganzes Thema für sich.
00:27:20: Wir müssen in Zukunft darauf achten dass wir obwohl wir gerne Vollgas geben mit allen möglichen Pipapo, mit Kombination von Gewebesorten und so weiter.
00:27:31: Aber wir müssen sehen dass hier unsere Artikel simpler gestalten von der Materialform aber natürlich trotzdem immer noch versuchen schicke und funktionelle Artikel zu machen.
00:27:45: also das ist natürlich die Kunst unserer Designer.
00:27:52: Das finde ich, wo du das jetzt gerade erwähntest.
00:27:54: Das finde mich auch ganz spannend weil viele oder man hört ja immer ah Gott mit der Eco-Design Regulierung da wird den Designern das ja so ein bisschen vorgeschrieben was sie machen müssen.
00:28:05: aber ich glaube dass es noch viel viel herausforderner für die Designer in denn sie dann nicht mehr ganz so frei tatsächlich sind in Entwicklung sondern da wirklich noch intensiver nachdenken müssen, okay wir können mir was gestalten damit es dann auch wirklich so am Ende ist wie wir's gerne hätten.
00:28:23: Ich glaube
00:28:23: das ist nochmal eine ganz tolle Herausforderung.
00:28:27: Wobei?
00:28:28: also in unserem Geschäft, also im unserm Ende der Textilbranche sind die Designer schon gewohnt in gewissen Rahmen zu denken dadurch dass wir haben ja eine Gewebeplattform die jetzt nicht jede Woche revolutioniert wird wie in der Modebranche.
00:28:51: Also wir haben die Gewebelieferanten, die wir haben und wir machen soweit so gut es geht das Optimale aus allen Gewebesorten!
00:29:04: Wir versuchen auch quer über die Segmenten zu denken.
00:29:06: Wir haben Kasak, da ist mit einer sixty-fünfunddreißighundertfünfzig Gramm Qualität geboren worden.
00:29:14: das gleiche Material setzen wir in blusenden Hemden im Horäka-Segment ein.
00:29:21: also wir versuchen unsere Qualitäten so lange wie möglich aber auch so breit wie möglich einzusetzen müssen natürlich darauf achten, dass wir trotzdem innovativ bleiben.
00:29:33: Aber die sind schon gewohnt in einem gewissen Rahmen zu denken.
00:29:37: Ich finde sie machen einen mega guten Job!
00:29:40: Ja, ich finde eure Sachen auch richtig.
00:29:42: Also wenn man das so vergleicht, auch von früher... Wenn man dann kannte so ein ja Pflegekittel irgendwie oder dann... Ja, also meine Eltern hatten ja auch noch Hotelrestaurant und da hatten die in der Küche wirklich immer klassisch die schwarz-weißkarierte Hose und eine weiße Kochjacke an.
00:29:59: Das hat sich ja auch komplett geändert!
00:30:02: Das sieht ja alles gleich geil aus.
00:30:04: Weiß ich nicht viel ansprechend aus.
00:30:06: Und
00:30:07: du willst schon was sehen?
00:30:10: Ja, ja schön.
00:30:11: Also arbeitet ihr so mit den Kunden dann auch manchmal zusammen?
00:30:14: Dass ihr mit denen auch manchmal was zusammenentwickelt?
00:30:16: Wir entwickeln immer mit Kundensystemen.
00:30:19: wir haben so feste Fokusgruppen Mit denen wir die Wechseln ganz selten mal, also wenn dann wechseln wir nur eben paar Personen aus damit wir manchmal auch neue Augen drauf kriegen.
00:30:30: Aber wir haben so feste Fokusgruppen in allen Segmenten mit denen wir zusammen entwickeln das heißt bevor wir irgendetwas vermaten was in den Pflegebereich geht.
00:30:39: dann haben wir auch ein paar Pfleger das testen lassen damit wir uns nicht irgend etwas ausdenken was letztendlich überhaupt gar keinen Sinn macht.
00:30:50: Und das Gleiche gilt auch für die Küche oder für die Catra, im Service oder auch für Lebensmittelproduktion.
00:31:01: Weil ansonsten bewegen wir uns nicht vorwärts?
00:31:05: Nein natürlich nicht.
00:31:05: und das ist ja auch das Beste wenn man die Person mit einbindet, die es später tragen.
00:31:11: Das ist so wertvoll das Feedback was von denen bekommen kann, wenn man das dann oben setzen kann.
00:31:18: Und sag mal Katja, wo produziert ihr eigentlich so in welchen Ländern?
00:31:22: Wo seid ihr da so unterwegs?
00:31:24: Also wir haben unseren eigenen Produktionsstandort in Polen mit etwas über hundert Mitarbeiter.
00:31:30: Da haben wir tatsächlich auch unser Lager und unsere Service Abteilung unserer Value-Added-Service Abteilungen, wo wir einstecken können und Transfers aufbringen können, kürzen können, Chip einnehmen, Chip aufwärmen
00:31:43: usw.,
00:31:44: also alles was so Veredelung heißt.
00:31:48: Und jetzt muss ich überlegen, sind wir in Mazedonien?
00:31:51: Wir sind in Serbien.
00:31:53: Wir sind Pakistan-Bangladesh.
00:31:55: Wir ist in Südafrika und wir sind in Vietnam.
00:32:00: In Vietnam sind wir schon seit Jahr zwei Tausend zwei.
00:32:04: Da ist auch ein relativ großer Standort die auch ausstieglich für uns produzieren.
00:32:11: Das hat doch ganz schön verbreitet tatsächlich was du auch schon mal vor Ort in den einzelnen Produktionsstätten oder
00:32:19: Ich war nur in Vietnam und in Polen bis jetzt.
00:32:25: Habt ihr da besondere Standards, nach denen ihr dann?
00:32:28: oder macht ihr selber Audits eigentlich?
00:32:32: Wir müssen natürlich Zertifizierungen vorweisen können und das würden sie auch gar nicht in unseren Code of Conduct gehören weil alle Standorte sind Ecotix and Made In Green Zertifiziert.
00:32:47: Das bedeutet, sie haben ganz klassisch Ökoteks-Hundert also Materialien technisch aber Sie sind auch auf Ihre Standorte zertifiziert nach Ökotextep und zusammen ergibt das eben das Ökotheks Made in Green und ansonsten haben wir selber Leute vor Ort.
00:33:07: Wir sind natürlich auch Mitglied vom Young Global Compact, wir sind am Furry Mitglied alles was dazu gehört heutzutage ohne dass es license to operate also da kommt das ohne dem Wollen wir auch gar nicht arbeiten?
00:33:23: Ja, man kann das tatsächlich dann auch gar nichts so alles selber oder Eigenverwalten.
00:33:29: Deswegen ist es immer ganz gut und ich auch dass man sich irgendwo anschließt.
00:33:33: Und gut step ist ja auch wirklich sowohl soziale Anforderungen als auch Umwelt also ökologische Anforderung und Ich meine auch das sogar am vorige bci wenn man das hat dann deckt das auch den sozialen part.
00:33:48: Also von daher, das hilft auf jeden Fall.
00:33:51: Das kann man aus der Ferne auch gar nicht alles so dann immer wirklich beobachten.
00:33:55: Da braucht man jemanden vor Ort, ne?
00:33:57: Auf
00:33:57: jeden Fall!
00:33:59: Und wir können ja nicht an allen Stellen auf einmal sein.
00:34:02: aber wir haben ein Team was herumreißt und natürlich ihnen auch hilft und unter die Arme greift und sie unterstützt.
00:34:10: und ich meine gerade Südafrika ist immer noch relativ neu Bangladesh ist auch relativ neu, die brauchen natürlich auch ihre Stadthilfe und sie müssen auch unser Danish at Heart Global in mind kennenlernen.
00:34:24: Also das ist uns natürlich auch wichtig dass Sie wissen mit wem Sie zusammenarbeiten.
00:34:29: absolut kommuniziert ihr dann auch eure Lieferkette deuren Kunden gegenüber.
00:34:35: also
00:34:36: so Thema Transparenz digitaler Produktpass oder so seid Ihr da auch schon an mich vorangeschritten?
00:34:42: Also unsere Lieferkette jetzt nicht mit dem Namen der Fabriken, aber ansonsten wo wir was machen lassen.
00:34:50: Das kann man heute schon auf unserer Homepage einsehen.
00:34:54: also da steht alles wo wird etwas gefärbt oder wo wird die...also diese ganzen sagt man Nassproduktion, sagt man das auch?
00:35:01: Nassprozesse.
00:35:02: Prozesse
00:35:02: genau wird das gemacht, wo werden die Rohstoffe, wo kommen sie her?
00:35:06: und so weiter und so.
00:35:07: Das kam mir heute alles einsehen bei uns.
00:35:12: Wir sind an einem Projekt dran, auch mit dem digitalen Produktpass.
00:35:17: Wir haben ja heute schon diesen Product Environmental Footprint bei jedem Produkt auf unserer Homepage angegeben.
00:35:28: Wir können es leider kein LCA also Lifecycle Assessment nennen weil wir haben ja Cradle to Gate und nicht Cradle To End of Life.
00:35:39: daher ist das kein Lca sondern ein Product in the environmental footprint.
00:35:46: Da wir es aber natürlich auch spannend finden würden und irgendwann wird das ja auch soweit sein, dass die End of Life Phase mitkriegen sind wir im Moment an einem Projekt dran, dass wir das auch integriert kriegen.
00:36:00: Ja der digitale Produkt was hat dann hier auch wieder mit der Öko-Design Regulierung zu tun?
00:36:07: recht großes Projekt und ich glaube es ist dann auch wichtig, dass man jetzt schon so ein bisschen damit anfängt und guckt okay welche Daten habe ich?
00:36:14: Welche kann ich da wirklich vielleicht schon einspielen?
00:36:15: oder was fehlt mir einfach noch.
00:36:17: Wir hatten am Anfang bei unserem Product Environmental Footprint hatten wir zwanzig Prozent primäre Daten also Daten die wirklich zu dem Produkt gehörten und achtzig Prozent Durchschnittswerte.
00:36:31: heute Das ist jetzt drei, vier Jahre her, dass wir angefangen haben.
00:36:35: Ist es umgekehrt?
00:36:36: Wir sind schon da wo wir eigentlich achtzig bis neunzig Prozent primäre Daten eingesammelt haben weil wir jetzt also pro Produkt die ganzen Prozesse durchgerechnet haben und nur noch zwanzig Prozent Durchschnittswerte aus der Branche.
00:36:54: und das ist schon sehr stark
00:36:56: Das ist schon ziemlich weit.
00:36:58: Und das würde ich auch sagen, weil das ist ja immer so das Problem von den meisten, die primären Daten tatsächlich.
00:37:05: Also...nein schön!
00:37:08: Ja?
00:37:08: Gut, ja.
00:37:08: Jetzt haben wir auch mehr Angestellte oder vier Kollegen in der Abteilung
00:37:15: diesen Partner.
00:37:17: Das tut mir auch manchmal so leidig.
00:37:18: Ich war ja aufrehm.
00:37:19: nachhaltigkeitsmanagement da war es noch nicht so stark diese Daten Sammlung, die man als Nachhaltigkeitsmanager kontrollieren muss.
00:37:28: Man kommt ja teilweise gar nicht mehr zu sein vielleicht mal gewünschen oder gewollten Tätigkeiten,
00:37:34: dass man
00:37:36: zum Beispiel eine Produktionsstätte vielleicht irgendwie in einer Richtung noch bringen oder so.
00:37:42: Man ist eher mit Zahlen und Daten tatsächlich momentan beschäftigt.
00:37:45: also gut ich glaube wenn man erstmal den Grundstock wirklich dann gelegt hat irgendwann wird sich das auch wieder relativieren.
00:37:51: aber momentan haben sie glaube ich dass die Nachhaltigkeitsmanagerin auch alle anders ein bisschen vorgestellt.
00:37:59: Also vor allen Dingen, weil es kommen so viele Informationen auf uns zu und plötzlich ist dann am nächsten Tag alles wieder anders.
00:38:11: Es ist wirklich ein Dschungel.
00:38:13: Absolut genau!
00:38:14: Wir kommen vom Zertifikats-Labeldschungeln.
00:38:17: Kommen wir jetzt in den Daten-Dschungelt.
00:38:20: Richtig!
00:38:22: Ihr seid ja auch zertifiziert.
00:38:24: Das ist für euch ja auch ein wichtiger... Wichtige Standbein denke ich wahrscheinlich auch für die öffentlichen Ausschreibungen.
00:38:31: Ja,
00:38:31: ja.
00:38:32: Du wirst
00:38:32: dir das hier auch haben.
00:38:34: Absolut!
00:38:35: Und da stehen wir natürlich auch mit dem Spagat, dass es Zertifikate oder Labels gibt, die für Skandinavien wertvoll sind wie das Ecolabel.
00:38:46: wo in Deutschland suchen Sie dann wiederum?
00:38:49: Dann müssen wir den grünen Knopf haben.
00:38:51: also Wir haben da unseren Spaß mit, dass wir so international aufgestellt sind.
00:38:57: Ja das glaube ich dir.
00:38:59: und sag mal Katja was würdest du dir vorstellen wie das Thema Berufskleidung in der Zukunft aussieht?
00:39:07: Was sind da die wichtigen Themen?
00:39:11: Man hat ja immer so die Themen Kreislaufwelle, Digitalisierung.
00:39:17: oder siehst du da noch irgendwie etwas anderes wo das so sich hinorientiert.
00:39:22: Also wir hatten das Thema schon mit der Zäkularität und auch mit dem digitalen Produktpass, ich glaube da werden wir erst mal gut mit beschäftigt sein die nächsten paar Jahre und ansonsten schätze ich mal dass das Eco-Design uns auch sicherlich noch ein paar Aufgaben stellen wird umgucken müssen, wie man denn trotzdem alle dem noch seine eigene Handschrift und eine eigene Signatur als konfektionär in seine Bekleidung bringt.
00:39:54: Mir ist vollkommen klar, warum das Eco-Design nötig ist aber wir brauchen auch immer noch ein kleines bisschen Freiheit um uns zu differenzieren.
00:40:08: Das wird interessant zu sehen Wie das passiert.
00:40:15: Und dann ist es ja auch immer wieder die Herausforderung, dass solche wie wir sind natürlich sehr ambitioniert in die Richtung und werden früh damit anfangen wo es mit Sicherheit auch außerhalb vielleicht auch von Europa Wettbewerber geben wird, die danach gar nicht so richtig arbeiten im visuellen vielleicht spannender und attraktiver erscheinen, weil sie nicht unter den gleichen Regularien arbeiten.
00:40:50: Und da müssen wir natürlich unglaublich gut in unserer Kommunikation sein!
00:40:56: Also was kriegt der Kunde mehr bei uns, wenn es vielleicht nicht ganz spektakulär aussieht.
00:41:03: Wenn die Reißverschlüsse nicht mehr da sind oder wir auch auf die Knöpfe verzichten, damit das einfacher zum Recycling ist?
00:41:11: Ja, das stimmt.
00:41:13: und weißt du was mir jetzt auch noch einfällt bei diesen ganzen Regularien?
00:41:16: auch glaube ich bei der Eco-Design Regularie wurde dass sie wurden ja eigentlich eher alle so Richtung Fast Fashion aufgestellt, die ganzen Gesetze.
00:41:28: Und ich glaube Berufsbekleidung und Arbeitsbekleiderung wurde da gar nicht so richtig berücksichtigt.
00:41:33: also das wird halt auch nochmal ein bisschen so eine Challenge dass man, ob man wirklich diese beiden unterschiedlichen Branchen mit einer Regularie halt abdecken kann oder ob man doch noch mal differenzieren muss tatsächlich?
00:41:47: Es
00:41:47: ist absolut nötig, dass sie es differenziert weil Wir machen, ich glaube unter zwei Prozent der gesamten Textilbranche also mit Fast-Feschen aus und wie du auch sagtest wir sind ja schon eigentlich Teil der Lösung.
00:42:05: Mit unserer Langlebigkeit, mit den langen Produktlebenszyklen die wir in unseren Kollektionen haben.
00:42:16: vielleicht zwölf Kollektionen, sechzehn Kollektion im Jahr herausfeuert.
00:42:20: Da machen wir vielleicht was soll ich sagen fünf sechs neue Artikel im Jahr.
00:42:26: also von daher müssen sie einfach sehen dass Sie das in irgendeiner Form trennen und das Thema hatten wir in einer anderen Gruppe hier in der letzten Woche auch und auch da müssen wir vielleicht gemeinsam besser dran arbeiten um uns Gehör zu verschaffen.
00:42:45: Auf jeden Fall, genau.
00:42:46: Deswegen hatte ich tatsächlich auch schon von MaxTex aus haben wir auch zu der EPR, zur erweiterten Herstellerverantwortung ja auch schon mal eine Stellungnahme gegeben weil ich auch da der Meinung bin das Brust und Arbeitsbekleidungen da einfach wieder zu kurz kommt und ich glaube die Chance müssen wir noch einmal wirklich weiter im Verband nutzen dass wir uns da nochmal so ein bisschen hervorheben.
00:43:08: Das
00:43:08: ist nochmal
00:43:09: ein anderes Thema tatsächlich.
00:43:12: Aber jetzt möchte ich noch mal Katja von dir wissen, was dich denn persönlich motiviert in dieser Branche zu arbeiten?
00:43:19: Ja und ich muss ganz ehrlich sagen als ich damals, äh, Textilservice und es hört sich jetzt nicht so spannend an.
00:43:34: Und gut, dass das ein Mutterschutzding ist.
00:43:37: aber ich muss ehrlich sagen nach drei Monaten war ich so begeistert von dieser Branche also Workware in dem Sinne das ist... Ich liebe die Komplexität in unseren Produkten, im Gewebe, in den Konstruktionen.
00:43:55: In das was wir alles an spannenden Funktionalitäten erfinden.
00:44:02: und dann finde ich natürlich die Menschen hier bei.
00:44:05: Cantor-Cantor ist ein unfassbar guter und fürseuchlicher Arbeitgeber es ist ja nach vormundzwanzig Jahren eigentlich auch ein bisschen Familie aber auch die Branche.
00:44:17: also Die meisten, die in der Branche sind, kenne ich ja auch schon seit genau so langer Zeit.
00:44:22: Und es ist einfach eine ganz besondere Branche, die Textil-Servicebranche.
00:44:28: Es macht Spaß und fühlt sich zu Hause.
00:44:31: Man kennt sich ... Ja!
00:44:34: Man ist in Augenhöhe eigentlich genau das was wir immer anstreben.
00:44:38: Und dann ist es ein zukunftsorientierte, eine zukunft orientierte Branche Und auch das macht Spaß.
00:44:49: Ich bin sehr stolz, da drauf in dieser Branche sein zu dürfen.
00:44:52: Ja!
00:44:52: Das hört sich auch wirklich gut an.
00:44:54: Ja.
00:44:55: Katja, ich gucke so ein bisschen auf die Uhr... Ja!
00:44:57: Die Zeit für uns!
00:44:58: Ja, Wahnsinn ne?
00:45:00: Aber
00:45:01: du kannst
00:45:01: jetzt nochmal gerne überlegen ob du noch irgendwas hast was du gerne noch den Zuhörerinnen mitteilen möchtest was worüber wir jetzt nicht gesprochen haben was dir noch auf der Seele brennt oder irgendwie noch einen Wunsch äußern oder wo du sagst oh das ist wichtig Das muss jetzt jeder noch mal gehört haben.
00:45:18: Also ich würde gerne nochmal dazu aufrufen, dass wir viel enger also quer durch die Branche in den Dialog kommen dieses Gap zu schließen zwischen all den Anstrengungen und Gedanken, die uns alle zum Thema Zirkularität machen und wie wir es vermarktet kriegen.
00:45:40: Wie können wir diese Value Propositions finden?
00:45:43: Die uns fehlen dass das Zirkularität nicht als Premium angesehen wird.
00:45:49: Weil, das ist so ein Narrativ was wir unbedingt oder Narrative es ja nicht... Es ist immer noch Fakt.
00:45:56: aber wir müssen irgendwie gemeinsam den Kunden erklären, dass sie trotzdem einen Wert daraus beziehen können.
00:46:05: und auf diese Gespräche da freue ich mich in Zukunft.
00:46:10: Da freue ich auch drauf!
00:46:11: Das klingt gut sehr schön.
00:46:13: Ja vielen, vielen Dank Katja.
00:46:15: Das war ein tolles Gespräch.
00:46:16: die Zeit ist es so unglaublich schnell verflogen.
00:46:19: Es hat
00:46:19: Spaß gemacht.
00:46:20: Ja mir auch total.
00:46:22: damit danke ich mich nochmal ganz herzlich bei dir
00:46:24: sehr gerne
00:46:25: und wir hören ihr eh voneinander.
00:46:27: und jetzt wünsche ich dir noch einen schönen Tag!
00:46:30: Danke ebenso.
00:46:31: bis dann tschüss.
00:46:34: das war's für heute mit einer neuen Episode von Fair Fashion Talk.
00:46:38: Ich hoffe, du konntest etwas Neues mitnehmen bis inspiriert deinen eigenen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten.
00:46:45: Vielen Dank Katja für die offenen Einblicke in die Welt der Berufsbekleidung und für die spannenden Perspektiven auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft
00:46:52: und die Zukunft der Textilbranche!
00:46:55: Besonders deutlich wurde in diesem Gespräch
00:46:56: das nachhaltige
00:46:57: Lösungen nur dann erfolgreich
00:46:59: sein können wenn Unternehmen,
00:47:00: Lieferketten, Kunden und politische Akteure gemeinsam einem Strang ziehen.
00:47:05: Gerade die Frage, wie wir den Wert von Zirkularität besser kommunizieren und am Markt verankern können wird uns in den kommenden Jahren intensiv begleiten.
00:47:14: Denn Zirklarität darf nicht nur als Premium-Thema verstanden werden sondern braucht eine gemeinsame
00:47:19: Sprache
00:47:20: sowie klare Mehrwerte für Kundinnen und Kunden.
00:47:24: Passend dazu steht Kentower für diesen Ansatz Danish at Heart Global at Mind geprägt von dänischer Unternehmenskultur und zugleich mit klarem Blick auf globale Märkte Verantwortung und die Anforderungen der Textilbranche im Wandel.
00:47:38: Auch dein Feedback ist
00:47:39: mir sehr wichtig, und ich freue mich wenn
00:47:40: du deine Gedanken in den Kommentaren teilst ohne den Podcast bewertest – das hilft mir dabei dem Podcast weiter zu verbessern und mehr Menschen zu erreichen!
00:47:49: Alle wichtigen Infos findest Du wie immer
00:47:51: in den Shownoten.
00:47:52: Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile dem Podcast in deinen sozialen Netzwerken.
00:47:57: Gemeinsam können wir noch mehr Menschen für die Themen Verfasche und Nachhaltigkeit begeistern.
00:48:02: Danke, dass du dabei warst.
00:48:03: Bleib dran und bis zur nächsten Folge!